Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Snoopy: Attacke!

Nein, es gibt nicht nur Schweine im All. Seit ich weiß, dass Snoopy ein großer Enterprise-Fan ist, hat er bei mir einen Stein im Brett. Es gibt sogar einen silbernen Snoopy-Award bei der NASA: Tatsächlich kann Snoopy auch in der Original-Serie fliegen: Hier ist er – bzw. träumt er sich als – Pilot eines kanadischen […]

Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich.

Petrus, ein Gaffer. Verschafft sich Zutritt zum hohepriesterlichen Palast, wohin Jesus nach seiner Festnahme gebracht wird, stellt sich an ein Kohlefeuer im Hof (es ist Nacht und auch im Heiligen Land noch kalt) und guckt, was mit seinem Freund passieren mag. Hätten wir das auch gemacht? Hätten wir auch am Eingang nein gesagt, auf die […]

Wenn es draußen schneit,

holen wir uns den Frühling halt ins Zimmer. Geputzt habe ich auch schon, und müde bin ich, dass sich die Balken biegen: Frühlingsgefühle as usual (uahhh). Viele fahren in Urlaub und ich wäre jetzt auch gerne da, wo es warm ist. Also bleibe ich erst mal neben der Heizung sitzen und überlege, was Ostern dieses […]

Doch ein Genie: Martin Geck und Beethoven, II

Im dritten Kapitel unter dem Stichwort „Titanismus“ schreibt Martin Geck über Lydia Goehr, bzw. über deren Annäherung an Beethoven. Die US-amerikanische Autorin hat 1992 ein Buch mit dem schönen Titel The Imaginary Museum of Musical Works herausgegeben, in dem es um eine Revision „klassischer“ europäischer Musik aus US-amerikanischer Sicht geht. In dem Kapitel über Beethoven geht […]

Frühlingsanfang auf dem Tempelhofer Feld

Das Gras liegt noch vom Wind zerzaust auf dem Boden. Was für ein Wetter die letzten Wochen. Aber jetzt: Die Lerchen singen schon wieder. Und Mann und Maus sind unterwegs. Es gibt erste Grillwürstchen, die Sonnenschirme sind aufgespannt, die Gärtner schaufeln neue Erde in ihre Beete. Manchmal merkt man erst was einem fehlte, wenn es […]

Wenn es grau bleibt,

fotografiere ich mir die Sonne eben selbst. Ein UFO wäre natürlich noch besser. Zum Beispiel eins mit Mr. Spock an Bord. Aber seit ich gelesen habe, dass Stephen Hawking sich vor Außerirdischen fürchtete, bin ich skeptisch geworden. Vielleicht kann man sich nur in großer Unwissenheit solche Naivität leisten? Gerlind Reinshagens Gedichtband „Atem anhalten“ liegt jetzt […]

Verloren

Heute vor zwei Jahren ist meine Mutter gestorben. Statt zu einer Pressekonferenz zu fahren, wie ich ursprünglich geplant hatte, bin ich zu Hause geblieben. Ich habe aufgeräumt, und lange einfach nur auf dem Sofa gesessen. Später ist mir die Visitenkarte von Emanuel in die Hände gefallen. Er ist mittlerweile schon neun Jahre tot und es […]

Hereinspaziert!

Zu diesem Beitrag gibt es zwei Eingänge. Der eine führt durch mein Büro. Ein Großraumbüro, über das immer noch Leute die Nase rümpfen. Ob man denn da arbeiten könne? Oder: Wieso ich kein eigenes Arbeitszimmer habe – und wenn schon Großraum, warum dann nicht in Mitte? Dabei: Auch in einem Schöneberger Großraumbüro gibt es Ruhe […]

Nachtrag zum Frühlingsanfang…

Nö, gestern Abend war ich einfach zu müde. Und auch, wenn ich nach drei Jahren immer noch begeisterte Klunker-Schreiberin bin, gibt es Grenzen. Also hier eine kurze – und tatsächlich abgekürzte – Fassung des für gestern vorgesehen Beitrags. Ich hatte nämlich morgens in Ruhe Online-Zeitungen und Pressemitteilungen gelesen, und es gab so ein Potpourri von […]