Kategorie: Allgemein

Nachhaltigkeit

als Kunsthistorikerin beschäftige ich mich immer wieder mit der Frage des Selbstverständnisses von Künstler*innen, was natürlich am Ende nichts anderes ist, als das Selbstverständnis per se, mit dem sich Menschen über die Jahrtausende hinweg betrachteten. Indigene Künstler*innen (und damit vermutlich auch die anderen Menschen ihrer Kultur) haben bis heute ein viel größeres Ich, was nicht […]

Bernard Haitink

der mutig und neugierig blieb im Alter und wuchs und wuchs, während er gleichzeitig wackeliger wurde. Ein großer Mensch, ein größter Musiker, der mich das Hinhören lehrte, damit Geduld und Atem-Anhalten, wenn es sein muss. Demut. Er schenkte mir einen sensationellen Vorabend meines 50. Geburtstag mit der 9. Sinfonie Mahlers, ein Ereignis, das ich nie […]

Vor dem Sturm

Ich hatte Glück, meine Züge fuhren alle, als ich am Donnerstag aus Lübeck zurück nach Berlin fuhr. Wie viele da schon gestrandet waren, konnte ich am Hamburger Bahnhof sehen, der gepackt voll mit Reisenden stand. Später am Abend lag ich trotz Müdigkeit noch etwas länger wach – wer eine Reise tut, erlebt halt was, und […]

Gedanken kreisen,

denn wo ich über Zeit nachdenke, ist das Thema Warten auch nicht fern. Auf meinem Rückweg aus dem Büro dachte ich gestern, dass Warten möglicherweise ein Missverständnis ist. Das daraus entsteht, dass wir uns plötzlich auf einen einzigen Moment in dem gesamten sich im Fluss befindlichen Alltag konzentrieren. Klar. Wer wartet, hat das Gefühl, ins […]

Zeit

Wenn sich im Herbst das Licht ändert, verändert sich für mich auch die Wahrnehmung von Zeit. Tatsächlich werden die Tage kürzer. Aber auch die milde Sonne, das Diesige am Morgen, die langen Schatten in den Straßen – es scheint, als würde mir mein Tun wesentlicher, auf eine Art schöner und wertvoller. Das ist mein Leben, […]

Traumwelten

In meinen Träumen gehe ich, seit ich mir vor 15 Jahren eine kleine Digitalkamera gekauft habe, ebenfalls stets mit Knipse auf Reisen. Will sagen: Ich fotografiere auch in den Traumwelten ziemlich viel. Und – wie man sich denken kann – irres Zeug, das ich so, in der sogenannten Realität, selten vor die Linse bekomme. Diese […]

Träumen

Wenn ich von Menschen träume, die ich liebe – auch von den toten – hoffe ich stets, dass es sich um eine Art Verbindung handelt. Nicht bloß um eine Fata Morgana.

Neulich, in der Bankfiliale

„Ich brauche eine Unterschrift für meinen Steuerberater. Er möchte meine Kontoauszüge direkt einsehen. Ich habe das Formular dabei.“ „Ich weiß nicht, wie das geht. – Also das kann dauern.“ Schaut sich das Formular an, dann patzig zu mir: „Also, das muss ja erst mal von Ihnen unterschrieben werden. Aber dann – also, das kann dauern. […]

Mit wem spiele ich eigentlich noch?

Ich kann mich noch daran erinnern, wie erwachsen ich mich fand, als ich mit meinen Freund*innen nicht mehr spielte, sondern redete. Heute mag ich darüber müde lächeln. Ein Zeichen von Erwachsenwerden? Ja klar, aber… Doch, ja. Gedankenspiele gehen natürlich immer noch. Vielleicht ist gemeinsam kochen noch so eine Art Spiel. Oder einen freien Tag gemeinsam […]

Ein Tag ohne Entscheidungen

Alltag ist immer auch dieses schnelle Abhaken von Entscheidungen: rechts-links? Geradeaus? Pause? Weiter? Rechts? Links? wie lange noch? – und dann irgendwann der Break: „Alles andere für Morgen“ und Feierabend, oder was dann noch so ansteht. Wenn ich eine Weile unterwegs war, halte ich zwei oder drei Tage in Folge frei, um wieder anzukommen und […]