Kategorie: Allgemein

Mit den Augen eines/einer anderen

Vielleicht sind Fotografien, Filme, aber auch gemalte Bilder deshalb so spannend (und immer und immer wieder), weil sie uns eine Ahnung davon geben, wie andere die Welt sehen. Andererseits: Wenn wir von früh an lernen würden, dass das, was wir sehen, keineswegs das ist, was ist, und dass jede/r andere etwas anderes sieht, wäre die […]

Lernen

Als Freie Autorin werde ich hin und wieder von Schulbuchverlagen angefragt, ob ein Text von mir in einem Lehrbuch erscheinen könne. Ich muss jedes Mal lachen, weil ich als Schülerin in Deutsch oft nicht so gute Noten hatte… (allerdings ist ein Text mindestens in einem Sozialkundeheft erschienen). Ich freue mich auch, denn ich habe keine […]

Kennen wir uns?

Einmal mehr liegt die „Odyssee“ auf meinem Nachttisch (in der fantastischen Übersetzung von Kurt Steinmann) und einmal mehr verliere ich mich in den Irrfahrten des „Wandlungsreichen, den es oft abtrieb vom Wege“, diesmal begleitet von Daniel Mendelsohn, dessen Buch „Eine Odyssee“ ich später hier im Blog noch rezensieren werde. Der „Wandlungsreiche“ also, der nach jahrelanger […]

Alles neu macht der —- April, April!

Ganz schön blöd, im April, mit seinen Wetterkapriolen die Fenster putzen zu wollen. Aber spätestens wenn die Osterglocken blühen und die Feldlerchen wie betrunken im Morgenhimmel hängen, sehne ich mich nach Frische und Durchblick – Hagelschauer hin oder her. In meinen Blumentöpfen wachsen Hornveilchen um die Wette: seit ich meine Abneigung gegen die einst als […]

Wait and see

Erstaunlich, wie oft mir die Option des „Abwartens und Tee Trinkens“ vom Schirm rutscht. Dabei – … nein, wahrscheinlich ist dieses Bild „aktiv“ Dinge anzugehen, enorm stark in mir. Passivität assoziiere ich mit Desinteresse, Bequemlichkeit und – schlimmer noch – mit „typisch Frau“. Komisch eigentlich, wo gerade meine Mutter extrem spontan war, sie musste immer […]

Der Welt anhaften

Ich habe beides erlebt. Und beide Male saß ich in der Berliner Philharmonie. Das erste Mal hörte ich Beethoven. Ich war berührt, weil ich Beethoven eigentlich nie gemocht hatte, aber plötzlich von der Schönheit seiner Musik überwältigt war. Gleichzeitig jedoch fühlte es sich so an, als schaue ich über einen Zaun in einen Garten, das […]

Aus der Rolle fallen

Als Kind habe ich meine Eltern oft auf die Palme gebracht, weil ich im Fernsehen nicht das Kinderprogramm schauen wollte, sondern nur die Werbeblocks vor den Abendnachrichten. Sie verdrehten die Augen und schimpften: „Wer braucht das schon? Wir haben alles!“, während ich in die weite Werbewelt schaute. Rückblickend staune ich, wie kleinkariert diese Welt der […]