Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Alles so schön bunt hier

Nach der Messe fragte mich ein Kollegin, ob es in Leipzig Anzeichen dafür gegeben habe, dass Bücher – vielleicht auch nur einmal mehr – eine aussterbende Spezies sei. Proppenvoll, war meine erste Antwort und, „nö, eigentlich nicht.“ Vielleicht ist es – überlegte ich später, aber doch ein Zeichen, dass es mittlerweile eine ganze Halle für […]

Erzählen

Selten habe ich eine so einfache wie schöne Darstellung für das Erzählen von Geschichten gesehen wie heute auf der Leipziger Buchmesse…

Ein Beitrag zur Leipziger Büchermesse

Die Klunker werden erwachsen. 2015 als Wette mit mir selbst entstanden (schaffe ich es, jeden Tag einen Blog-Text zu schreiben?), will ich dieses Jahr eine neue Richtung einschlagen. Als Buch- und Ausstellungsrezensentin möchte ich auch auf meinem Blog mehr Literatur und Kunst zeigen, vorstellen, besprechen. In den bereits erschienen Beiträgen ging es meist um Entdeckungen, die […]

Erwartungen haben

Sie gelten als Spielverderber. Weil sie immer etwas vorwegnehmen: unsere Erwartungen. Dabei sind sie oft schwer auszumachen. Wo stecken sie? Wer enttäuscht ist, kann sie – zumindest rückblickend – meist erkennen. Aber nach vorne hin? Ich will die nächste Woche einmal ausprobieren, ob ich meinen Erwartungen auf die Schliche komme. Und dann: Sind sie wirklich […]

Gleichgewicht

Die Freiheit, dachte ich eben bei einem nächtlichen Spaziergang, besteht vielleicht darin, sich jeden Tag neu auszubalancieren.

Ein Lob auf die Freund/innen

Was wäre ich ohne meine Freund/innen? Diese vertrauten Menschen, mit denen ich mich austausche, messe, in denen ich mich spiegele, die mich ermuntern und die ich liebe. Die mich begleiten, die da sind, wenn ich Mist gebaut habe oder abgestürzt bin, die mir Mut machen und mit denen ich Pferde stehle oder Formulare ausfülle oder […]

Ein grauer Morgen

Gestern habe ich eine Stunde lang rote Rosen an Frauen verteilt – Internationaler Frauentag, ich wollte auch mal was tun. Es war grau draußen, nieselig und (auch drinnen) arg früh. Die Leute hetzten zur Arbeit, oder mit ihren kleinen Kindern im Schlepptau zur Kita, die Stimmung war müde, müde, müde. Und ich bekam, was ich […]

Hausbacken?

Ich habe heute meine allerersten eigenen Brote gebacken. Ausgerechnet am Frauentag? Warum nicht? Das ist kein Plädoyer für den Herd. Sondern eins dafür, immer wieder Neues zu lernen. Jipppieeee!

Der Wert des Erinnerns

Gestern habe ich in einem Artikel über ein Seniorenheim in Dresden gelesen, dass sie dort alte DDR-Produkte sammeln und in Regale stellen, damit sich die Kranken an vergangene Zeiten erinnern, etwas wieder erkennen und darüber ins Gespräch kommen. Ja, so geht das wahrscheinlich, denke ich. Und nur einen Moment später: Nein, verdammt! Wozu sollen sie […]