Ist es das, was uns umtreibt? Der Wunsch nach Verwandlung? Ein anderer, eine andere sein zu wollen? Oder ein kleines bisschen perfekter? Jünger? Dünner? Größer? Sprachbegabter? – Sich selbst vergessen und ein anderer sein. So beschreibt es Nick Cave. Die Natur verwandelt sich auch gerade. Sie ist kein Winter mehr. Sondern seit heute morgen: Frühling!!!
Autor: Stephanie Jaeckel
Warum haben wir so eine Angst davor,
Fehler zu machen? Und wer sind wir? Männer, Frauen, Deutsche, Europäer, Menschen? Mir kommt es fast so vor, als würde der Fehlerteufel immer größer an die Schul-, Büro- und Firmenwände gemalt. Was man alles falsch machen kann! Und was man alles unternimmt, damit einem bloß kein Fehler unterläuft! Wissen wir eigentlich noch, dass Fehler auch […]
Der schwebende Künstler
Weiter geht es mit meinem Helden Henri, den spät erst entdeckten Maler, der mir zumindest den Kopf verdreht hat und mich das Sehen – einmal mehr – lehrte. In der Kunstgeschichte galt er lange als umgekehrter Held, als Narr oder Clown, der mit der Fülle von Möglichkeiten jonglierte und alle zum Lachen brachte. Von heute […]
Magie des Augenblicks
Bevor ich mich weiter mit Henri Rousseau beschäftige, hier eine Ausstellungsankündigung. Ich bin diesbezüglich etwas müde geworden. Ausstellungen, vor allem solche, die als Highlight angekündigt werden, reizen mich immer weniger. In diesem Fall war ich am Rand mit der Vorbereitung beschäftigt und von Anfang an hingerissen. Zum einen, weil es sich um unglaublich gute – […]
Kunst – oder was?
Es gibt, wen vor Bildern der Zweifel plagt, eine – durchaus pragmatische – Definition: Was im Museum hängt, ist Kunst. Seit es Museen gibt, haben sich Besucher/innen bei so einer Äußerung an den Kopf gefasst. Sicher auch die Zeitgenosse/innen von Henri Rousseau, der dieses Dschungelbild gemalt hat. Für sie war dieser Père – Papa – Rousseau […]
Manchmal möchte ich nur hinter dem Mond sein
und ein wenig im Sternenstaub schaukeln, der Musik im Weltraum lauschen (Stereo ist da nix gegen), über die eigene Endlichkeit nachdenken. Doch das einzige mir bekannte Hinter-Den-Mond-Shuttle fährt nicht täglich – überhaupt nicht regelmäßig – und so verpasse ich oft den Absprung. Und vertue Zeit. Nein, manchmal ist es wichtig, auf der Erde herum zu wirbeln. […]
Überraschung tut Not
Die Wahlergebnisse waren vorauszusehen. Dass stabile Machtverhältnisse fürs Erste erledigt sind wohl auch. Dennoch überrascht? Dann nicht gleich den Kopf in den Sand stecken (1844). Überraschungen sind Interpretationssache. Wir können entscheiden, ob wir sie gut oder schlecht finden. Und was wäre schlecht an einer neuen politischen Kultur, in der in der Regierung mehr ausgehandelt werden […]
Geh, lass‘ einen Drachen steigen!
Wer das hört, nein – wer das von einer/m britischen Muttersprachler/in hört, sollte gewarnt sein: sie oder er wird zum Teufel geschickt, nicht bloß zum Spielen, denn es ist eine englische Redensart aus dem 19. Jahrhundert und keineswegs etwas zum wörtlich übersetzen. Geplagte Schüler/innen und Student/innen. Ich selbst habe ein Sprachstudium absolviert und weiß, wovon […]
Von Tieren und Menschen
Beim Lesen bin ich gleich über den ersten Übergang gestolpert: Den zum zweiten Kapitel. Denn wer im ersten „Vati“ genannt wird, ist keinesfalls der „Vater“ im zweiten. Eustachius ist vielmehr einmal Sohn und als solcher ein an den Baum gebundenes Kind und dann ein Greis von zweiundachtzigdreiviertel, der zwanghaft Bilderrahmen zurecht rückt und von „glücklichen […]
Sind Sie spießig?
Oder ist das überhaupt eine Frage, die Sie umtreibt? – Ich kann mich noch gut an mein ungeheures Staunen erinnern, als Berliner Freunde, die ich für unendlich unkonventionell und cool hielt, in einem Nebensatz die vage Befürchtung äußerten, irgendetwas (habe ich vergessen) an ihrer Lebensweise könne vielleicht als spießig angesehen werden. Ich war wirklich platt. […]





