Ob Marsmenschen lesen?

Bücher haben das menschliche Gehirn geformt. Wie die Computer, die jetzt an der Reihe sind. Ich habe mich gefragt, was Außerirdische denken würden, hätten sie ein Buch in der Hand und möglicherweise keine eigene Schrift. Obwohl ich mir das schwierig denke, wo sie doch UFOs bauen – aber vielleicht käme eine intelligente Spezies tatsächlich ohne Bücher aus. Aber so weit können wir unsere Zeit wirklich nicht mehr zurück drehen. Weil so ein Buch – es sei denn, man hat einen ausgemachten Prachtband in Händen – im Grunde nicht besonders viel hermacht. Und doch ganze Welten beinhaltet. Aber eben, ein Buch ist vielleicht nicht so viel ohne Gehirn, aber unser Gehirn wäre sicher anders ohne Bücher. Aber eigentlich habe ich mich heute gleich mehrfach gefragt, warum so viele Menschen Lust haben, selbst zu schreiben. Es scheint, als sei dies eine relativ neue Idee. Aber damit liege ich vielleicht auch falsch. Wo früher dieses „ich lese gerne“ als Lieblingsbeschäftigung genannt wurde, höre ich heute immer häufiger „ich schreibe Krimis/Kinderbücher/Essais/…“. Ist das vielleicht sogar eine Art Untergangsphänomen? Wo an Stelle der Bücher die Computer die Archive unseres Daseins werden. Öffnen sich vielleicht die Bücher, weil ihnen die Last genommen wird, die einzige gültige Überlieferung zu sein? Oder ist es etwas ganz anderes? Wisst Ihr was darüber?

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 7

    • Stephanie Jaeckel 28. Februar 2016

      Klar, ein gebundenes Buch in noch so kleiner Auflage ist auf jeden Fall hübscher, als in der Schublade verbannte Hefte. Aber das Schreiben bleibt anstrengend. Vielleicht, so denke ich manchmal, gehört Schreiben zu einem neueren, selbstreflektierenden Lebensstil. Oder es zählt zu den Handarbeiten, denen sich heute auch mehr Menschen wieder zuwenden…

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