Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Statt Radio

In einer Stunde geht mein Zug (bzw. der erste von insgesamt vier) zurück nach Berlin. Was soll ich sagen? Das Leben auf dem Land hat auch was, zumindest, wenn es, wie in den letzten Tagen, so großzügig sonnig ist. Heute regnet es hin und wieder. Und das reicht schon, sich (zumindest als Städterin) nicht mehr […]

Hundemüde

und dazu stereo. War ich gestern, als ich hier in Walldürn ankam. Nach Saarburg ist es die zweite Station einer kurzen Reise, die mich erst zu meinem Vater führte, der sehr entspannt, und immer noch mit 15 Gästen (nur drei Familienangehörigen) den 91sten Geburtstag feierte. Allein über das Bahnfahren könnte ich jetzt schon wieder einen […]

Hurra! Ein Award!

Aber diesmal einer in Scheibchen… Ich kann einfach keine Fragen stehen lassen – Außerdem habe ich mich natürlich sehr über die Nominierung durch Marion gefreut. Weil ich aber auf „Dienstreise“ bin, gibt es immer nur kleine Zeitfenster. In denen ich schnell was auf den Blog packen kann. Jetzt erst mal Fragen und Antworten. Im nächsten […]

Heiteres Beruferaten

Wer so alt ist wie ich, kennt diese Sendung vielleicht noch (ach so, hier noch der Titel: Wer bin ich?). Eine Handbewegung musste genügen, und ein Team aus vier Ratenden sollte herausfinden, welchen Beruf der Gast der Sendung hatte. Hier müssen ein paar Gerätschaften reichen – und vielleicht noch ein Tipp: Der Beruf stirbt im […]

Abgeben

Es gibt bei eigenen Projekten den Moment, in dem man das Ruder abgibt. Dann zumindest, wenn man das Vorhaben nicht alleine finanzieren kann. Das muss nicht nur schlecht sein. Denn auch wenn viele Köche den Brei meist verderben, sehen vier Augen mehr als zwei. Und sechs erst. Oder acht. Vielleicht ist es so wie mit […]

Heiliger Zorn

Oder was ich (eine als „Mädchen“ erzogene Frau in den 50ern) von Hölderlin lernen kann. Dein Zorn, Wanderer! Unberechenbar ist die Schönheit Licht fällt auf die Wasser Freiheit ist dem Glück Liebe oder Tod. (Nein, der Text ist nicht von Hölderlin. Aber von seinen Gedichten inspiriert.)

Der Herbst kommt,

und mit ihn ein erster Rückblick auf’s Jahr. Vor 12 Monaten war ich voller Vorfreude auf die bevorstehende USA-Reise. Hektik im Vorfeld, um alles ordentlich in Sack und Tüten zu haben, wenn es losgehen würde. Dazu noch der 90ste Geburtstag meines Vaters mit den nötigen Vorbereitungen, plus Zahnarzttermin (auweia!). Sehr turbulent. Aber nichts gegen das, […]

Mein Favorit

für den diesjährigen Deutschen Buchpreis steht schon fest. Auch wenn ich gar keine Zeit hatte, auch nur einen der in der Shortlist angelangten Bücher zu lesen. Ich war heute Nachmittag im Aufbauhaus und habe in der dortigen Buchhandlung diesen tollen Reader (UMSONST!!!) gesehen. Mir schnell noch einen Kaffee besorgt und dann tatsächlich Zeit gehabt, in […]