Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Go West!

Mittendrin im Land – und das fing in Kentucky an – geht plötzlich der gute Kaffee und das leckere Essen aus. Ein Omelett zum Beispiel, das ich gestern bestellt habe, ist mit einem riesigen Batzen Käse (Schmelzkäse-Scheibletten) gefüllt, der nur mühsam rauszupopeln ist. Das Gesündeste sind Pommes (dann aber ohne Ketchup). Selbst drei harmlose Salatblätter […]

On the road

Bevor es losging, wurde es nochmal kniffelig: Die Autovermietung finden, die nur eine winzige Tür in einem riesigen Block irgendwo im Nirgendwo hat (dieselbe Autovermietung wäre im Flughafen natürlich leichter zu finden gewesen, aber gleich ein paar hundert Dollar teurer), um dann dort auf steiler Rampe festzuhängen, weil jemandem ausgerechnet vor der Schranke der Sprit […]

Teetrinken in New York

ja. Das bringt einen auch hier zur Ruhe. Ich habe mich mit einem japanischen Künstler getroffen, der hier in New York lebt, und den ich über meine Arbeit für das Allgemeine Künstlerlexikon kennengelernt hatte. Er hat mich zu einer öffentlichen Teezeremonie eingeladen, was sehr schön war. Die schöne Seite von Amerika ist eben die, dass […]

Wo versteckt es sich denn?

Musste ich lachen, als ich auf meinem Weg zum Solomon R. Guggenheim Museum fast schon angekommen war. Denn wer wagt sich da keck – wenn auch nur ein kleines bisschen – aus der Linie der anderen Fassaden hervor? Als ich vor dem Museum stand, war es dann so wie vor der Concorde: Wie klein dieses […]

Unter dem schönsten Flugzeug der Welt

Das nenne ich Humor: Eine Concorde als Regendach für eine Cafeteria! Naja, nicht irgendwo. Ich habe die Intrepid besucht, einen ehemaligen Flugzeugträger, der heute als Museum für ausrangierte Flugzeuge dient, und für die Enterprise (pffff, leider nicht die aus der Zukunft, ist ja noch nicht soweit, sondern für das Space-Shuttle, ist aber natürlich auch toll). […]

Bruchlandung

Um es vorweg zu nehmen: Hätte es diesen kleinen Kaffeetresen im Buchladen des Metropolitan Museums nicht gegeben, wäre ich wahrscheinlich irgendwann kraftlos zusammengeklappt. Ich war zwar auch schon vor acht Jahren in diesem Museum, aber erst jetzt habe ich die Dimensionen wirklich begriffen. Nach ein paar Stunden hatte ich das Gefühl, alles, was ich je […]