Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Entweder/Oder?

Ist es so, scheint es so – oder ändert sich alles viel öfters als bemerkt? Sind Menschen Kaffee- oder Teetrinker/innen oder scheint es nur so? Auf Anhieb würde ich sagen, ich bin eine Kaffeetrinkerin. Nichts macht mich morgens, mittags, im Büro, in der Konzertpause oder nach dem Essen so froh, wie ein guter Kaffee. Nur […]

Menschengesichter

Nicht nur Bäume sind schwer zu fotografieren. Auch Porträts verlangen einem viel ab. Anders als bei Bäumen muss man aber auch noch fragen, wenn man die gemachten Bilder veröffentlichen will. Aber wie zum Beispiel in einem Café fotografieren, möglichst ohne großes Aufheben, und dann rumfragen, ob man die Fotos – jedes Mal wenn jemand aufsteht […]

Noch einmal: Bäume

Und noch einmal die Frage, wie sie am besten zu fotografieren sind. Als Spiegelungen vielleicht, dachte ich heute. Denn in der Reflexion bekommen sie so eine luftige Beweglichkeit, die mir gefällt und den Wesen im Winter so eine tänzerische Leichtigkeit gibt (na, jedenfalls in meinem Kopf – oder bei argem Sturm). Erleben sie was? Wenn […]

Vertrauen

Leicht gesagt! Und: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Es gibt Menschen, und ich kenne auch einige, die ein felsenfestes Vertrauen ihr eigen nennen. Selbstvertrauen, das nicht in Selbstüberschätzung schwappt und Vertrauen in andere Menschen, in die Umstände, die Welt, das Leben. Ich vertraue meinem Schutzengel. Aus Erfahrung. Aber beim Rest muss ich mich immer wieder […]

Die Idee kommt beim Sprechen

Neulich habe ich ein Flickenkleid genäht. Keins aus Stoff, sondern eins aus Tönen, bzw. aus Zwischentönen. Aus dem, was manchmal zwischen den Tönen, den Wörtern so hängt: Atmer, Atmosphäre aus dem Hintergrund, Lachen, Räuspern, Innehalten. Und dabei fiel mir die Überschrift von einem Kleistschen Text wieder ein (und das von 1805!): Über die allmähliche Verfertigung […]

Aufmerksamkeit

Sie ist längst und locker von der „Achtsamkeit“ überholt, aber ich hänge an alten Dingen, also will ich ein Lied auf die Aufmerksamkeit singen. Leibnitz dachte sie sich als inneren Willen, dass Konzentration im Spiel ist, weiß jede/r. Aufmerksamkeit richtet sich auf die Umgebung, indem alle fünf Sinne beteiligt sind, wer sich einer besonderen Sache […]

Erleichterung

Bei mir ist es eigentlich immer Erleichterung, keine Euphorie, wenn ich etwas geschafft habe. Das Wort ist mir bei der Mankell-Lektüre aufgefallen. Auch er beschreibt, wenn ich das jetzt richtig erinnere, Erfolgsmomente als solche, wo einem eine große Last von den Schultern fällt. Was alles hätte schief gehen können! Und das bis zum letzten Moment. […]

Februar

Der Putzmonat. Von wegen… Aber februare heißt auf lateinisch „reinigen“. Daher auch der Karneval. Der sich meistens im Februar zuträgt. Dieses Jahr mit 29 Tagen zum Putzen. Aber der eigentlich zusätzliche ist der 24., bzw. 25. Februar, ich meine, den 24. gibt es doppelt: Geburtstagskinder: aufgemerkt!!! Hornung hieß der Monat früher bei uns. Als noch […]

Kunst und Leben

Das Holzrelief ist mittlerweile so seine hundert Jahre alt. Ich habe vergessen, von wem es ist, habe es selbst auch massiv – vor allem farblich – verändert, denn es geht mir nicht um das Werk an sich, sondern um folgendes. Von weitem betrachtet ähnelt diese Holzcollage (zumindest in meinen Augen) einer Tasche. Vielleicht kein elegantes […]