Erleichterung

Bei mir ist es eigentlich immer Erleichterung, keine Euphorie, wenn ich etwas geschafft habe. Das Wort ist mir bei der Mankell-Lektüre aufgefallen. Auch er beschreibt, wenn ich das jetzt richtig erinnere, Erfolgsmomente als solche, wo einem eine große Last von den Schultern fällt. Was alles hätte schief gehen können! Und das bis zum letzten Moment. Freude, doch, die auch. Aber es ist nie so ausgelassen, gigantisch, wie es manchmal in Filmen aussieht, wenn Menschen sich freuen oder etwas erreicht haben, auf das sie lange hin gearbeitet haben. Ich würde sogar sagen, dass auch hier die Vorfreude größer oder prickelnder sein kann. Einen Traum zu verwirklichen, kann bedeuten, in der Realität anzukommen. Und da kommen nun einmal die Busse zu spät. Was keinen einzigen Zweifel daran lässt, dass Erfolge mit das Beste sind, was einem im Leben passiert.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comment 1

  1. Michael H. Gerloff 14. Februar 2016

    Jetzt bin ich doch erleichtert 🙂 Ich neige nach außen eher zum „Naja, ist doch normal“, wenn ich etwas geschafft habe. Und nach innen (also für mich) schließe ich gern Projekte mit einem (längeren) stillen Moment ab. Früher z.B. ritualisiert, indem ich nach dem Schnitt in der Spätschicht auf ein kleines Guinness in einer Ecke im Irish Pub. Heute eher bei einer Tasse besonderen Tee. Und meist mit dem Gedanken „Wieder was geschafft.“
    Natürlich bedanke ich mich bei Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe; aber Abschlußparties habe ich noch nie „verstanden“ (und Weihnachtsfeiern? – yuk).

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