Mit offenen Augen in einer Sackgasse gegen die Wand fahren. Wo ist bloß der Rückwärtsgang? P.S. Die Ärztin hat wenigstens nicht drauf bestanden, den Kaffee zu streichen…
Autor: Stephanie Jaeckel
Zufriedenheit
Ich wohne mittlerweile seit fast zwanzig Jahren in derselben kleinen Einzimmerwohnung in Kreuzberg. Als ich einzog, gab es keine Alternative, als die Wohnung einmal durch einen Brand im unteren Stockwerk verwüstet war, stand ich kurz davor, umzuziehen. Das ist auch schon wieder elf Jahre her. Die Lage ist göttlich, die Hausgemeinschaft bestens. Kein Grund, auch […]
Die Schönheit des Sitzens
Wer hat eigentlich damit angefangen, möchte man manchmal verzweifelt fragen, mit dem Sitzen auf Stühlen? Ab 50 bekommen die Schreibtischarbeiter/innen spätestens die Quittung: Wir sitzen zu viel und zu lange am Stück. Der menschliche Rücken mag das gar nicht. Wahrscheinlich wären Hängematten besser. Oder kleine Wassertanks, in denen man beim Denken und Telefonieren schweben könnte. […]
Wer schaut hier wen an?
Oder ACHTUNG! Bilder blicken zurück…
Sich verausgaben
Liebe verträgt kein Kalkül. Allerdings auch keine Selbstaufgabe. Eine Gratwanderung – manchmal…
Bilder von früher
Wer keinen Krieg miterlebt hat, sollte nicht so sicher sein. Oder: Wer Ulrike Draesner liest, wird immer wieder mit dem Phänomen der Kriegskinder und Kriegsenkel konfrontiert. Sie ist eine Enkelin, so wie ich. Sie konzentriert sich in ihren Büchern – selbst in ihrer aktuellen Poetikvorlesung „Grammatik der Gespenster“ – darauf, ich schaue immer wieder weg. […]
Affentheater
„Affen machen alles nach“ – so lautet eine in meiner Kindheit oft geplapperte Binse. Dabei könnten wir so viel von den Affen lernen, wenn wir uns gelegentlich vor den Affenfelsen hockten, und zuschauten. Affen machen nämlich vor allem alles mögliche nach, weil sie auf diese Weise lernen: Erste Lektion. (Sie quatschen beim Lernen, wie bei […]
Mehr Meer,
wenn auch nur kurz: Marguerite Duras schrieb (und sie wusste davon, denn sie lebte an Stränden oder bereiste sie in der langen Zeit, in der sie in Paris wohnte): „Das Meer betrachten heißt alles sehen.“ So zu lesen auf dem rückseitigen Buchdeckel der neuen Biografie „Marguerite Duras, die Schwester der Meere“ von Jens Rosteck, erschienen bei […]
Gespenster
Sie kommen nicht nur nachts. Und sie bevölkern längst nicht nur die Außenwelt. Sie können durch Wände gehen, und sie geistern auch durch uns selbst, durch unsere Körper und Gedanken und wer schreibt, so die These von Ulrike Draesner, stellt sich den Gespenstern. Weil jede/r Schreibende Grenzen überschreitet, also dort unterwegs ist, wo Gespenster sich […]
Blogparade: „Was bedeutet das Meer für mich?“ #DHMMeer
Ich lebe in Berlin Kreuzberg. Den einzigen Zugang zu Meer habe ich dort in einem kleinen Lokal keine 200 Meter von meiner Wohnung entfernt. Es heißt „Café AM MEER“ und – doch, ja, das funktioniert – zumindest, wenn ich die Augen schließe und bei Sonne draußen auf der kleinen Straßenterrasse sitze. Ich habe sogar mal […]








