Die Schönheit des Sitzens

Wer hat eigentlich damit angefangen, möchte man manchmal verzweifelt fragen, mit dem Sitzen auf Stühlen? Ab 50 bekommen die Schreibtischarbeiter/innen spätestens die Quittung: Wir sitzen zu viel und zu lange am Stück. Der menschliche Rücken mag das gar nicht. Wahrscheinlich wären Hängematten besser. Oder kleine Wassertanks, in denen man beim Denken und Telefonieren schweben könnte. Aber erklärt das mal Eurer Chefin oder Eurem Chef. Hier gucken unsere Vorfahren verstört aus unserer Haut: Die lieben Fische und die lieben Affen – gleichzeitig. Und sagen: Autsch!

Dem Affen Zucker geben, heißt meine Devise. Dem Fisch seinen Fisch, damit der Rücken schweigt. Ich gehe (endlich wieder) schwimmen. Einen affenafinen (hahaha) Trockensport habe ich noch nicht gefunden – dass es wohl kaum Joggen ist oder Yoga, sehe ich allerdings klar und mit Freude. Vielleicht Tanzen? Für den Winter… (Affen würden bestimmt auch Fahrradfahren lernen – Fische eher nicht).

Was das Sitzen selbst angeht, habe ich mich für Schönheit entschieden. Der Stuhl steht schließlich in meiner Wohnung. Ergonomie ist gut und teuer. Was meinen Verdacht erregt. Dass Design teuer ist, lasse ich durchgehen – wahrscheinlich eine Kunsthistorikerinnenmacke. Ausserdem gibt es Design tatsächlich manchmal für billiger (doch, doch, jaja, Ergonomie auch). Wie soll ich sagen? Ich sitze wahrscheinlich einfach auch mit den Augen. Und seit ein paar Tagen so richtig gut. Retro, wenn man will, und ich fühle mich bei der Arbeit wie eine Königin. – Hat da gerade jemand Affenkönigin gesagt???

 

 

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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