Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Teetrinken in New York

ja. Das bringt einen auch hier zur Ruhe. Ich habe mich mit einem japanischen Künstler getroffen, der hier in New York lebt, und den ich über meine Arbeit für das Allgemeine Künstlerlexikon kennengelernt hatte. Er hat mich zu einer öffentlichen Teezeremonie eingeladen, was sehr schön war. Die schöne Seite von Amerika ist eben die, dass […]

Wo versteckt es sich denn?

Musste ich lachen, als ich auf meinem Weg zum Solomon R. Guggenheim Museum fast schon angekommen war. Denn wer wagt sich da keck – wenn auch nur ein kleines bisschen – aus der Linie der anderen Fassaden hervor? Als ich vor dem Museum stand, war es dann so wie vor der Concorde: Wie klein dieses […]

Unter dem schönsten Flugzeug der Welt

Das nenne ich Humor: Eine Concorde als Regendach für eine Cafeteria! Naja, nicht irgendwo. Ich habe die Intrepid besucht, einen ehemaligen Flugzeugträger, der heute als Museum für ausrangierte Flugzeuge dient, und für die Enterprise (pffff, leider nicht die aus der Zukunft, ist ja noch nicht soweit, sondern für das Space-Shuttle, ist aber natürlich auch toll). […]

Bruchlandung

Um es vorweg zu nehmen: Hätte es diesen kleinen Kaffeetresen im Buchladen des Metropolitan Museums nicht gegeben, wäre ich wahrscheinlich irgendwann kraftlos zusammengeklappt. Ich war zwar auch schon vor acht Jahren in diesem Museum, aber erst jetzt habe ich die Dimensionen wirklich begriffen. Nach ein paar Stunden hatte ich das Gefühl, alles, was ich je […]

New Yorker

Wenn man unterwegs Hiobsbotschaften von zu Hause hört, ist es doppelt mühsam, weil man in der Fremde als Aushängeschild für sein Land rumläuft (zumindest fühlt es sich so an). Von dem rechten Herren habe ich von dem Anschlag in Halle erfahren, ich war zu perplex, etwas zu sagen, zumal ich hier in New York zum […]

Törtchenparadies New York

Das ist vielleicht nicht die erste Idee, die man mit der amerikanischen Ostküstenstadt verbindet, aber ja, doch: Die können Törtchen. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass New York schon immer eine Einwanderermetropole war. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt, und an meinem ersten Tag, das gebe ich zu, habe ich enorm zuckerreich gegessen. […]

Die alte neue Welt

Vom Flughafen Newark kommend, sieht New York anders aus, als wir das von Reiseprospekten gewohnt sind. Schon fast ländlich und mit einer Infrastruktur, die wahrscheinlich noch meinen Groß- vielleicht sogar Urgroßeltern vertraut sein würde. Ich bekomme eine Ahnung davon, wie viele Generationen an dem Aufbau der Stadt beteiligt waren, und staune, mit wieviel Improvisation hier […]

Alltag als zweite Haut

Dank Ulli habe ich – und viele andere – ein Jahr lang jedes erste Wochenende im Monat über den Alltag nachgedacht und geschrieben. In den meisten Beiträgen hat sich gezeigt, dass Grau möglicherweise gar nicht „die“ Farbe des Alltags ist, sondern „Bunt“. Zugegeben, nicht immer „bunt, strahlend“. Aber Alltage, so routiniert und monoton sie auch […]

Die Eichhörnchenmethode

Sammeln. Eigentlich so wie Kofferpacken – aber es sind nur ein paar kopierte Seiten und ein mit roten Punkten versehener Stadtplan (von New York, der ersten Reisestation). Eine Stimme in mir sagt, „Mensch, lass‘ es einfach kommen!“ Eine andere will, dass ich zumindest Ideen mitnehme, um zu wissen, in welche Richtung ich laufen soll, wenn […]