Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Gegen den Strom schwimmen

Gestern war zum Beispiel so ein Tag. Schon beim Aufstehen hatte ich das Gefühl, nach Kräften rudern zu müssen, um überhaupt aus dem Bett zu kommen. Nicht, dass ich unausgeschlafen gewesen wäre. Es ging mir gut. Aber jede kleinste Anstrengung verbrauchte – zumindest gefühlt – Bärenkräfte. Was tun? Mittags fühlte ich mich, als hätte ich […]

Ecce homo

Gerade steigt mir das Fernweh zu Kopf. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich meinen ersten Tag (im Moment noch meine erste Nacht) in New York verbracht, von wo ich dann gut eine Woche später mit dem Auto Richtung Kalifornien aufgebrochen bin. Es ist ein komischer Mechanismus, der bei mir immer greift nach großen Reisen: […]

Fit und modisch durch den Herbst…

So titelt eine Werbemail, die ich vor wenigen Minuten bekommen habe. Noch so ein Moment, in dem ich mich frage, ob ich noch in der Realität meiner Umwelt unterwegs bin. – Geschenkt, Werbung ist immer Post von einem fremden Planeten. Aber gerade stößt sie mir besonders bitter auf…

Armut

Natürlich will niemand frieren. Oder im Winter unter einer dünnen Schneedecke aufwachen – wie es in solchen Dachgeschossen auf dem Land durchaus üblich war. Andererseits: Wie viel Luxus brauchen wir? Wie weit sollten wir uns (meist, wie wir verstanden haben, auf Kosten anderer) auf der Welt ausbreiten? Nein, ich werde keinem anraten, ab Oktober einen […]

Drei

sie ist natürlich, ungerade, und die erste Primzahl, die uns beim Zählen von der Eins an begegnet. Drei sind eine/r zuviel, heißt es im Pärchenuniversum, die dritte Lösung kann nach der erstbesten und der zweiten die beste sein. Tatsächlich denke ich gerade über die Drei nach. Als Schlüssel für viele Fragen. Oder zumindest als Weichenstellerin […]

Ein Engländer in New York

David Bowies Einschätzung seiner 2. Heimat aus dem Jahr 2002: Aus einem Gespräch mit dem Dogma-Filmer Thomas Vinterberg (das gesamte Interview ist auf YouTube zu sehen und zu hören). Zum Weiterhören: David Bowie „I am afraid of America“. In New York, wo er bis zu seinem Tod lebte, fühlte Bowie sich sehr wohl. Es war […]

Kreise ziehen

Oder wenn es „rund geht“. Dieses Jahr habe ich die Jahreszeiten viel deutlicher erlebt, als alle Jahre zuvor. Vielleicht ist es Einbildung, aber mir scheint, ich stehe dadurch mehr im Leben. Zeit ist vielleicht – so mein Verdacht – kein Strahl, ein in die Zukunft sausender Pfeil. Sondern eben: ein Zyklus. Es könnte ein Trost […]

Demut

Natürlich schreibt er gut (er lässt sich Zeit), tatsächlich ist er (wenn man je überhaupt etwas ist) gar kein Schriftsteller, sondern Journalist, seit Jahren hat er „sein“ Thema (ich in der Welt), es gibt also Gründe (zumindest, wenn man welche sucht). Aber dass mich ein Buch so trifft, dass ich schon vor der Hälfte anfange, […]

Awesome Blogger-Award, 2. Teil: Meine Fragen

Zurück in Berlin habe ich wieder mehr Zeit im Internet, und damit auch auf meinem Blog, unterwegs zu sein. Ich habe mir 10 Fragen überlegt, die ich dieses Mal gerne in die Runde werfen möchte, ohne jemanden zu nominieren. Nicht, dass es mir an passenden Blogger/innen fehlen würde. Doch merke ich, dass die Fragen doch […]