Armut

Natürlich will niemand frieren. Oder im Winter unter einer dünnen Schneedecke aufwachen – wie es in solchen Dachgeschossen auf dem Land durchaus üblich war. Andererseits: Wie viel Luxus brauchen wir? Wie weit sollten wir uns (meist, wie wir verstanden haben, auf Kosten anderer) auf der Welt ausbreiten? Nein, ich werde keinem anraten, ab Oktober einen dicken Pulli anzuziehen, statt zu heizen. Jede und jeder soll die eigene Zimmertemperatur selbst bestimmen können. Aber ich verstehe, dass ich hin und wieder den dicken Pulli tragen kann. Um Rücksicht zu nehmen.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. Lo 7. Oktober 2020

    Ja, wie selbstverständlich, oder eher unbedacht wir unseren Luxus hinnehmen: man dreht an einem Schalter, und es ist hell oder die Wunschtemperatur wärmt unsere Räume. Das Wasser (ein absoluter Luxus) kommt in Trinkqualität aus dem Hahn, und wenn uns danach ist, gehen wir einkaufen – oder mal gucken, „was wir denn noch so brauchen könnten“, und sind missgelaunt, wenn unser gewohntes Apfelshampoo gerade nicht verfügbar ist.
    Ein tolles Bild da oben.
    🙂

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    • Stephanie Jaeckel 7. Oktober 2020

      Das Foto habe ich im Museumsdorf Walldürn gemacht. Das liegt im Odenwald, wo es mir so richtig gut gefallen hat. Das Dorf ist sehr liebevoll und mit Sinn für Details eingerichtet worden. Als ich zu Besuch war, gab es kaum Publikum, so dass ich die meisten Häuser ganz für mich hatte. Eine tolle Erfahrung, um so mehr, als mir klar wurde, woher wir kommen, und wie ausgesetzt unsere Vorfahren dem Wind und dem Wetter waren. Das gilt ja für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert auch noch weitgehend für die Stadtbewohner oder den Adligen, die auf ihren Schlössern auch nicht weniger froren, oder im Dunkeln saßen…

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