Um es vorweg zu sagen: Ich weiß es nicht. Aber die Vorwürfe, die lauter wurden, und schließlich im Rauswurf Marons beim S. Fischer Verlag endeten (bislang), haben mich verunsichert. Monika Maron gehörte zu den deutschen Autor/innen, die ich regelmäßig seit Ende der 1980er Jahre lese. Vielleicht nicht mit der allergrößten Begeisterung, aber doch immer neugierig. […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Wenn es schwierig wurde,
habe ich lange Zeit geglaubt, einen Fehler gemacht zu haben. Mittlerweile denke ich, dass genau diese Vermutung der größte Fehler war.
Tugenden
Welche würde ich mir ziehen, wenn ich die Wahl hätte? In antiken Texten klingt Tugend oft viel lebensfroher, dort heißt sie „Vortrefflichkeit“, und das wäre man in der heutigen Zeit – und vielleicht auch gerade als Frau – lieber, als tugendhaft. Dennoch bin ich den christlichen Tugenden mehr zugeneigt als antiker Tapferkeit oder Gerechtigkeit. Vielleicht, […]
Stadtbäume
Was wäre ich ohne sie? Meist ist es tatsächlich erst der Herbst, der mich wieder aufmerksam werden lässt. Plötzlich treffe ich sie auf meinen Wegen, fast wie alte Bekannte: Ach, hier bist du ja. Gut siehst du aus. Darf ich ein Foto machen? Wie geht es dir? Umgekehrt? Was sie ohne mich wären? Ach. An […]
Fernweh
Nein. Das hat nichts mit Corona zu tun. Eher damit, die eigene Fremdheit auszubalancieren. Oder wachzuhalten. Wenn ich anfange, zu genau zu wissen, wer ich bin, bekomme ich kalte Füße. Wie gut ist es dann, in einer anderen Stadt zu sein, oder grundsätzlich auf anderem Boden, um mir zuzusehen, wie ich mich da schlage. Was […]
„Abstrakte Erotik“
an diesem Begriff zerschellte heute morgen noch vor allem anderen meine Vorstellungskraft. Nein: Eine Wanze ist nicht abstrakt. Und nochmal nein: Ich finde sie auch nicht erotisch.
Trübsinn (Herbst)
In vielen Leben wird gerade nur noch die Freizeit verwaltet.
Lieblingsbücher
hat man wahrscheinlich immer für sich. Man kann niemanden zu einem überreden. Nicht mal sich selbst, wenn man Jahre später enttäuscht feststellen muss, dass der Zauber und damit auch die Liebe dahin ist. „Heimkehr“ von Wolfgang Büscher habe ich ausgelesen, auch wenn ich mir Mühe gegeben habe, so langsam wie eben möglich darin vorwärts zu […]
Herbstlicht
Eigentlich gilt es als warm und golden – tatsächlich kann das Licht im Herbst so strahlend hell sein, dass es sämtliche Alltagsgegenstände wie Bühnenrequisiten anstrahlt. Die Welt sieht dann (meist kurz nur) fremd aus. Surreal oder hyperreal, je nach Gusto. Auf jeden fall anders.
Gute Nacht Fuchs
Gute Nacht Hase. Allen einen guten Start in die neue Woche!







