Stadtbäume

Was wäre ich ohne sie? Meist ist es tatsächlich erst der Herbst, der mich wieder aufmerksam werden lässt. Plötzlich treffe ich sie auf meinen Wegen, fast wie alte Bekannte: Ach, hier bist du ja. Gut siehst du aus. Darf ich ein Foto machen? Wie geht es dir?

Umgekehrt? Was sie ohne mich wären? Ach. An so einer Frage zerschellt flugs das eigene Selbstverständnis. Wir können von Glück reden, dass Bäume sich nichts wünschen können. Auf dem unteren Foto sehen wir den wackeligen Start mancher Stadtbäume (und einen kleinen Fuxi, der sich die auf den Hinterbeinen stehenden Hasen auf dem Beach-Volleyball-Platz nicht so recht erklären kann). Vermutlich wird es dieser hier nicht ins Erwachsenenalter schaffen (der Baum, nicht unbedingt der Fux).

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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