Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Nicht eins, … viele!

Eigentlich – … Also, eigentlich geht es um die Ohren. Aber da fiel mir – beim Ausdenken der Überschrift – plötzlich „die Wahrheit“ ein. DIE WAHRHEIT… Jajajaja, daran habe ich mir so lange Jahre meines Lebens die Zähne ausgebissen. Bis ich mal verstand: genau. Nicht eins, stupid! Viele! Seitdem ich mit Nuancen arbeite, komme ich […]

11 Freundinnen sollt ihr sein!

Naja, mit Zahlen habe ich es ja nicht so. Außerdem: kluge Menschen haben angeblich nur wenige Freund*innen, alles andere gilt wohl als oberflächlich, und wer ist das schon gerne? Egal. Von der Zahl sehen wir mal ab. Wichtig ist: Bei mir bricht gerade die „Woche der Freundin“ an. Silvester war kurz, vor allem der Abend. […]

Kaum hat das Jahr begonnen,

gibt es schon eine beste Veränderung: Die Gärtnerei gleich nebenan macht das Licht aus. Nein, nicht, dass sie aufhören. Aber seit letzter Nacht ist es wieder dunkel nach Sonnenuntergang. Und auch wenn der zur Zeit verdammt früh ist: Sie schalten endlich das Flutlicht ihres Parkplatzes wieder aus. Anderthalb Jahre war es nachts hell in meiner […]

Man sagt:

Was du am ersten Tag des Jahres machst, wird das nächste Jahr prägen. – … – Na toll! – … – Arbeiten, putzen, Morgengymnastik am Mittag (immerhin), waschen, essen, arbeiten, telefonieren, spülen… pfff. Oder gilt auch, was man in der Silvesternacht vom Liebsten träumt? Das zumindest wäre die deutlich aufregendere Aussicht auf 2022.

Revue 2021.

Wie war denn mein Jahr? Eben habe ich mich endlich hingesetzt, Kerzen angezündet und versucht, mich zu erinnern. Es gibt erstaunliche Lücken. So weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wie der letzte Silvesterabend war. Nein, kein Filmriss. Wahrscheinlich war es so unspektakulär, dass nix hängen geblieben ist. Außer, dass ich nachmittags bei Sonne spazieren […]

Schon wieder?

Gefühlt befinde ich mich in der Zeit um den 3. Advent und morgen schon soll ich ins neue Jahr springen? Halt! Was ist denn da los? Wo sind die Nachmittage, an denen ich das Jahr Revue passieren lasse? Wo die Zeit, um mir etwas Neues für die nächsten Wochen und Monate auszudenken? Wo um alles […]

Stille Nacht

Bei uns ist am Abend des 24. Dezember mittlerweile die Hauptfeier des Weihnachtsfestes, also nix mit still. Wer sich aber am 24. den Luxus leisten und sehr früh aufstehen kann, erlebt einen stillen Morgen, der so gut tut nach dem üblichen Endjahresstress. Es geschah aber in jenen Tagen… So hebt die biblische Weihnachtsgeschichte an von […]

„Ich wähle nicht,

wenn ich schreibe.“ Vielleicht gehört dieser Satz von Ilse Aichinger in die Schultüte aller angehender Autor:innen. Denn so viel muss klar sein: so sehr ich nach Ausdruck ringe oder meine Sätze ein ums andere Mal verändere. Woher weiß ich denn, von wo die Sätze überhaupt kommen? Oder wieso denke ich, dass ICH schreibe – und […]