Revue 2021.

Wie war denn mein Jahr? Eben habe ich mich endlich hingesetzt, Kerzen angezündet und versucht, mich zu erinnern. Es gibt erstaunliche Lücken. So weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wie der letzte Silvesterabend war. Nein, kein Filmriss. Wahrscheinlich war es so unspektakulär, dass nix hängen geblieben ist. Außer, dass ich nachmittags bei Sonne spazieren war und es am 2. Januar ein frisches Brot gab.

2021 war für mich in der ersten Hälfte merkwürdig kurz, in der zweiten sehr anstrengend. Dabei hielten sich für mich die guten und die nicht so guten Dinge die Waage. Die schwierigste Zeit hatte ich im Februar, danach wurde es besser. In der zweiten, mühsamen Jahreshälfte hatte ich tolle Wiedersehen. Freundschaften, die beendet schienen, gehen jetzt weiter.

Gefehlt hat mir auch dieses Jahr das Schwimmbad. Ich bin eine notorische Hallenbad-Schwimmerin und habe mich bislang noch nicht getraut. Eine brandneue Erfahrung ist das Tragen von Kleidern und Röcken. Das habe ich mich früher nie getraut, bin aber jetzt mit einem seit Frühjahr abgespeckten Körper richtig süchtig danach.

Ich bin sehr unsicher, was die nächsten Monate angeht. Es ändert sich einiges, und es geht auch um größere Entscheidungen für mein Leben. Ungeduld, so muss ich einmal mehr erfahren, ist eine meiner lästigsten Eigenschaften. Aber ich bin dennoch froh, weil ich meine Neugier auch im jetzt gleich beendeten Jahr nicht verloren habe. Und meinen Glauben an die Menschen. In diesem Sinne: Euch allen einen guten Start ins neue Jahr!

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 8

    • Stephanie Jaeckel 2. Januar 2022

      Liebe Brigitte: Auch wenn das neue Jahr hier in Berlin mit trostlosem Wetter startet, bleibe ich gespannt. Dir auch zu dieser Gelegenheit vielen Dank für deine so regelmäßigen Beiträge. Ich weiß, wieviel Arbeit drin steckt (auch wenn es dir offensichtlich immer noch Spass macht). Aber sie sind jedes Mal wieder eine kleine Pause vom Alltag.

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