wenn wir überall Sinn suchen? Und ist Schreiben dann immer auch schon eine Verzerrung von dem, was ist? Menschen lieben Geschichten. Aber vielleicht gibt es gar keine. Als ich meine Mutter in ihre Alzheimer-Krankheit begleitet habe, kamen mir manchmal solche Gedanken. Dass nicht sie „krank“ ist. Sondern sieht, was wir nicht verstehen: Dass die Verknüpfungen […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Innehalten
Je älter ich werde, desto dringender brauche ich kleine Auszeiten. Nein. Nicht bloß Pausen. Sondern Momente, in denen ich komplett aus meinem Arbeitstrott ausbrechen kann. Ein Spaziergang, wie hier auf dem Friedhof an der Bergmannstraße, aber auch der Besuch eines Second-Hand-Ladens (und natürlich IMMER ein Kaffee), müssen es schon sein. Früher habe ich mir solche […]
Beim Aufräumen wiederfinden
Ich dachte, ich hätte ihn verloren. Nicht, dass mir häufig Gegenstände abhanden kommen. Aber ich finde mich schnell damit ab. Wozu Dingen nachweinen? Ich hoffe einfach, dass jemand sie findet und damit etwas anzufangen weiß. Der Füller jedoch war einfach untergegangen. Irgendwann habe ich ihn wohl in einer spontanen Räumaktion in eine Dose zu anderen […]
Im Grunde ist es einfach
Und das betrifft nicht nur die Osterbotschaft. Dazu eine kleine erzählerische Schlaufe. Meine Freundin Petra lernt Märchenerzählen. Eine tolle Sache. Sollte man in der Schule lernen. Denn da stecken eine Menge Fähigkeiten drin. Wie im Erzählen überhaupt. Natürlich erzählt sie Märchen, wenn wir telefonieren. Eins geht (verkürzt) so: Ein alter Indianer sitzt in einer sternenklaren […]
Aus Kindern werden Leute
sagt man so. Und es stimmt ja auch. Ich kann mich noch erinnern, wie der Sohn meiner Freude geboren wurde. Oder sogar an den Tag, an dem ich mit dem Vater bei einem Frühstück mit Sekt angestoßen habe, weil gerade klar geworden war, dass ein zweites Kind unterwegs war. Die Affenbegeisterung habe ich ebenso – […]
Sich sehen
Ja. Ich bin immer noch mit meiner Reise beschäftigt. Denn ich merke, wie sehr sie mich aus meinem Schneckenhaus katapultiert hat. Oder andersherum: Wie tief ich mich ins Schneckenhaus verkrochen habe. Keine Bange. Die Seite heißt weiterhin „Klunker des Alltags“, das heißt, ich werde den Alltag weiter feiern und nicht mit dem Verteufeln anfangen. Aber […]
Take your pleasure seriously
Wer im westlichen Wohlstand lebt, mag damit ein Problem haben. Wir können, selbst als Kreuzberger Prekariat, mit den Fingern schnippen, und uns etwas Gutes tun. Quasi jeden Moment unseres Lebens. Und wenn wir nur das Licht anschalten oder den Wasserhahn aufdrehen. Der Krieg in der Ukraine hat mich gerade auf diese – vermeintlich kleinen – […]
Trauern
Natürlich heule ich. Dachte ich. Ich meine, natürlich heule ich. Aber das ist noch nicht Trauern. Als ich die paar Tage in London war, wurde mir plötzlich klar, wie gepanzert ich durch die Welt gehe. Wenn es schwierig wird, schalte ich sofort auf optimistischen Angriff um. Komplett. Mein ganzer Organismus ist dann im Kampfmodus. Wenn […]
Unterwegs sein
Der Alltag ist mir wie eine zweite, dritte oder meinetwegen auch vierte Haut. Ich bewege mich geschmeidig in ihm, und wenn es mal zwickt oder zwackt, werde ich ungehalten, weil mir gefühlt in meiner Selbstverständlichkeit etwas dazwischen kommt. Auf Reisen ist das sofort anders: Dazwischenkommen wird zum Programm. Weil ich immer mal wieder auf den […]
Törtchenparadies
Das ist vermutlich nicht das Erste, was den meisten zum Londoner Victoria & Albert Museum einfällt, aber ich schwöre: Es gibt fantastische Kuchen! Und im ältesten Museumscafé der Welt schmecken sie nochmal so gut. Was soll ich sagen? Die Reise war von der ersten Minute an (nein, erst von der ersten Minute jenseits des BER) […]








