Gehen wir unserem Gehirn auf den Leim,

wenn wir überall Sinn suchen? Und ist Schreiben dann immer auch schon eine Verzerrung von dem, was ist? Menschen lieben Geschichten. Aber vielleicht gibt es gar keine. Als ich meine Mutter in ihre Alzheimer-Krankheit begleitet habe, kamen mir manchmal solche Gedanken. Dass nicht sie „krank“ ist. Sondern sieht, was wir nicht verstehen: Dass die Verknüpfungen nur von uns gemacht werden und nicht tatsächlich da sind.

Filed under: Allgemein

von

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. muetzenfalterin 28. April 2022

    Das ist ein ungeheuer mutiger Gedanke. Und weiterführend. Ich nehme ihn dankbar mit. Vielleicht sind wir allein in unser Hilflosigkeit und Bedürftigkeit verknüpft, in unseren Fragen, nicht aber in der Fraglosigkeit von behaupteten Antworten und sogenannten Wahrheiten.
    Das ist beängstigend und befreiend zugleich.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s