Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Spuren

Das ist keine Kunst. Das sind die Spuren des Alltags die unser Hofdurchgang meist von durchgeschobenen Fahrrädern oder Mülltonnen verpasst bekommt. Sieht eigentlich ganz hübsch aus – der Hausverwalter würde wahrscheinlich sofort nach den beiden Haushandwerkern rufen. Aber er ist zum Glück nicht häufig vor Ort. Die Spur bleibt, wenn die Dinge oder Menschen längst […]

Brauche ich einen Lifestyle?

Nein. Die Frage ist nicht ironisch gemeint. Ich lebe seit Jahren in einer Großstadt und eins ist klar: Nichts ist klar und nirgends Konsens, weil alle tun, was sie wollen, oder so tun, als wollten sie, was sie machen und nicht machen, oder demnächst mal machen wollen und am liebsten gleich alles auf einmal. Schon […]

Über Kunst schreiben,

heißt zunächst einmal, Kunst sehen. Im Original. Zumindest, wenn es sich um gemalte Bilder, Skulpturen oder Zeichnungen handelt. Wie oft habe ich mich geirrt, wollte ich eine Bildbesprechung nur anhand einer Abbildung (und sei sie noch so farbecht) machen. Bilder sind nun mal – Aura hin oder her – Gegenstände. Sie gilt es als Ganzes […]

Weshalb ich gerne nach Neukölln gehe

Belegte Kuchen zumindest gibt es nicht in Kreuzberg. Hier haben Edeltartes und Cupcakes aller Couleur Einzug gehalten. Während so was!? Ich meine, man kommt ja ins Denken, schließlich sind Kuchen tatsächlich oft belegt und Obst auf Brot wäre vielleicht auch mal was und überhaupt: wieso frühstücke ich eigentlich immer – fast – dasselbe? Tatsächlich, aus […]

Kein Cyber-Squirrel…

das ist unser Haushörnchen. Jetzt im Winter bekomme ich es mangels Begrünung öfters zu sehen. Neulich sah ich es mit einem Affenzahn an der Hauswandecke hoch zum Dach rennen, ich hab wirklich den Atem angehalten und mich gefragt, ob es von oben auch wieder so kopfüber herunterkommt. Kommt es offensichtlich. Denn dieses Foto habe ich […]

Da lacht der Windbeutel

und ich lache mit. Obwohl mir gerade alles über den Kopf wächst und aus den Ohren kommt. Es gibt Zeiten, die verfestigen sich zu regelrechten Barrikaden, die man übersteigen muss, eine und gleich noch eine, und wer weiß, was dann noch alles kommt. Die Erde, zumindest an dem Punkt ist sie zuverlässig, dreht sich und […]

Eine Blumenwiese zum Geburtstag!

Seit ich das erste Buch von Andreas Steinhöfel gelesen habe (Rico, Oskar und das Herzgebreche), bin ich – hm, ja was eigentlich? Froh, dass es diesen Autor gibt, süchtig, gespannt auf jedes neue Buch und durchaus bereit, die schon geschriebenen noch und nochmal zu lesen. Und echt arrogant, was Kinderbücher anderer Autor/innen angeht. Denn Steinhöfel […]

Die Liebe

siegt immer – wenn auch niemals endgültig. In diesem Sinn: Solidarität mit den Terroropfern und bitte: Zähne zeigen!