Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Schon lange

habe ich nicht mehr so gelangweilt in einem Konzert gesessen, von dem alle begeistert waren. Aber das Essen davor und das Trinken danach waren schön. Also: Ein guter Abend!

Also, persönlich bin ich da ein ganz anderer Mensch…

dachte ich – vielleicht nicht wörtlich, aber so ähnlich – gestern, als ich in der Umkleidekabine stand: mit den Armen voller cooler Klamotten und ich darin wie ein ziemlich verlorenes und gerupftes Huhn. Geschenkt, ich habe in letzter Zeit zu viel gearbeitet, was nicht gerade für ein strahlendes Äußeres sorgt, ich bin mehr als grau […]

Liebe Grüße von der Fee!

Die kam nämlich heute bei kalter Luft und strahlendem Wetter vorbei. Drei Goldene Wünsche hätte ich frei, nur zu, half sie mir auf die Sprünge, das kann doch nicht so schwer sein! Sie lächelte. Und ich mühte mich. Drei sind wirklich schwer. Zum Glück hatte sie Geduld. Und das Beste: ich dürfe jetzt drei weiter […]

Ohne Ereignisse keine Zeit

zumindest keine für den Menschen spürbare – soviel war auch schon Aristoteles klar. Auch wenn heutige Menschen im Alltag immer wieder dem Irrtum erliegen, ihre Uhr diktiere die Zeit, bleibt Zeit ein kaum zu greifendes Phänomen. Rüdiger Safranksi hat sich in seinem aktuellen 2015 erschienenen Buch der Zeit gewidmet. Augenzwinkernd – und im Hinblick auf seine […]

September issue

Wenn ich Filme sehe, dann gleich mehrmals. „September issue“ von R.J. Cutler gehört zu meinen Lieblingen. Weil er mich immer wieder inspiriert und die seltene Eigenschaft hat, dass fast alle Momente, die ich zufällig stoppe, großartige Stills sind. Hier sehen wir Grace Cottington zu Füßen eines Models, während eines Shootings, dass ich spätestens in Cutlers […]

Make it rain harder

Ich gebe es zu: Regen behagt mit nicht. Selbst warme Sommerregen werden von mir mit einer langen Schnute quittiert – keine Ahnung, vielleicht hat es (zu meiner Ehrenrettung) etwas damit zu tun, dass ich eine Brille trage, die voll geregnet keine Übersicht zulässt. Im Regen Fahrrad fahren ist mir das größte Gräuel, Menschen, die um […]

Keine Zeit!

Der Trend geht zur Atemlosigkeit. Wen ich auch spreche – niemand hat mehr Zeit. Und (fast) jeder tut es – ungefragt – kund. Was ist los? Welche Zeitvorstellungen plagen uns, dass wir in einem bewegten Alltag nur noch „keine Zeit“ denken. Für was denn? Und wenn: Wirklich??? Bei mir jedenfalls sind die Sachen, die ich […]

Höhlenmalerei?

Nö. Nur der Eingang zu einer Haustür in Kreuzberg. Aber vielleicht ähnliche Gedanken: Ich war hier! Oder – ein Gruß an Dich! Oder – Auch wenn ich über alle Berge bin, dies bleibt als Erinnerung hier. Menschen sind schon erstaunlich. Wahrscheinlich würden wir uns mit unseren Schwestern und Brüdern aus der Eiszeit verstehen. Vielleicht nicht […]

Im Kreis gehen

ein Horror für alle, die vorwärts kommen wollen. Im Kreis tanzen, ist natürlich was ganz anderes. Ein Rundfahrt ebenfalls. Und ein Kreislauf – wer würde es ihm übel nehmen. Aber warum gehen wir – meist, oft, immer –  nicht gerne im Kreis? Weil die Idee, wieder dort anzukommen, von wo aus man gestartet ist, deprimiert? […]