Für Neugierige, Stöberer und Leserinnen

Seit der Leipziger Buchmesse gibt es ein neues Literaturmagazin, und zwar eins mit laufend neuen Artikeln und keinen festen Ausgaben: Eine Netzzeitschrift für begeisterte Leserinnen, Leser und Zeitgenossen, denn wer liest, tut gut daran, die Grenzen zwischen Literatur und Leben auch am eigenen Körper zu testen.

Sieglinde Geisel hat sich nach der Debatte um die Literaturkritik im letzten Sommer nicht nur die Haare gerauft, sondern auch nach neuen Wegen Ausschau gehalten. Entstanden ist „tell“, ein Ort des Austauschs zwischen Leser/innen und Autor/innen, zwischen Kritiker/innen und Übersetzer/innen (sorry, Sigi!!!), kurz, zwischen offenen Augen, Mündern und Ohren.

Das heißt, das neue Magazin sucht nicht nur sein Publikum, sondern auch Menschen, die sich zur Literatur äußern mögen, seien es Neuerscheinungen oder Klassiker, Sachbücher oder Romane, Lyrik oder, oder, oder. Ort der Debatte:

http://www.tell-review.de

Kontaktadresse: kontakt@tell-review.de

 

 

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. Sieglinde Geisel 30. März 2016

    Was für ein schöner Tagesanfang! Vielen Dank für die Blumen! Die Schrägstriche von wegen der Weibsen seien für einmal verziehen, aber wirklich nur hier. Der Schrägstrich (oder Stern oder Unterstrich oder Binnen-I) sabotiert das hehre Anliegen, denn er zerpulvert die Wörter: Man stellt sich keine Frauen vor und auch keine Männer mehr, sondern erkennt nur die gute Absicht. D.h. man fliegt, ganz subtil, für eine Sekunde aus dem Text raus, den man liest, und das ist ein hoher Preis für den Kotau vor dem Gendering (auf was für Formulierungen man dabei kommt, am frühen Morgen!).

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  2. Stephanie Jaeckel 30. März 2016

    Liebe Sieglinde, ich weiß Deine Absolution für dieses eine Mal zu schätzen – und: es bleibt wahrscheinlich auch bei diesem einen Mal. Wie ich kürzlich schon in unserem Gespräch erwähnte, stoße ich mich nicht so sehr an diesen – tatsächlich äußerst technokratischen – Endungen. Ich würde sagen, ich lese sie nicht, sondern sehe sie quasi nur als ihre Bedeutung. Eher wie ein Zeichen. Allerdings würde mich diese Konvention – wenn es denn überhaupt schon eine ist – in einem literarischen Text stören. Ein Hoch auf die Widersprüche!

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