Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

„Wie wir begehren“

So lautet der Titel des 2012 erschienen Buchs von Carolin Emcke, in dem es um gleichgeschlechtliche Liebe geht und um das Erwachen der Sexualität in (?) Teenagern der 1970er Jahre – ein wirklich weites Feld… ich habe es selbst erlebt. Und obwohl ich das Buch unbedingt zum Lesen anpreisen will, ist das hier keine Rezension. […]

Schönheitsideal

Ich beschäftige mich gerade mit Johann Winckelmann, einem Schriftsteller des 18. Jahrhunderts, der das Schönheitsideal seiner Zeit wesentlich mitprägte. Er war begeistert von den antiken Skulpturen, die damals in Rom und Umgebung wieder ausgegraben wurden. Hier, in der Vergangenheit, liege das Vorbild universeller Schönheit, namentlich griechische Künstler seien Meister gewesen, deren Werke Vorbild sein müssten, […]

Anfangen

Mit dem Fasten vielleicht? Oder mit was anderem. Es gibt so viel, was wir täglich absolvieren. Dass wir uns oft gar nicht mehr anzufangen trauen. Aber eben. Und nochmal anfangen. Und nochmal. Jeder Sonnenaufgang ist anders. Ich schwör’s!

Lichttaxi

Neulich, als ich nicht sofort einschlafen konnte, habe ich mir ein Alien ausgedacht, das in Windeseile dorthin kommt, wo es sich hindenkt, allerdings nur, wenn es den korrekten Weg weiß. Es nimmt dann so etwas wie Witterung auf, denkt die Route von dem Punkt aus, wo es ist und entschwindet dorthin. Zugegeben, keine besonders innovative […]

Schreiben als Triathlon

Mindestens. Heute dachte ich: Es entsteht eine Schrift (und damit eine Art Zeichnung), eine Strophe mit Sprachmelodie und Rhythmus, nicht zuletzt eine Geschichte, eine Beschreibung, eine Ansprache. Wir können nicht so tun, als sei Schreiben nur eins: Das Zimmern eines Denkraums. Oder: Als seien es nur Wörter. Es sind ja auch die Pausen dazwischen. Der […]

Überraschung!

Was macht die Pilzsucherin im Wald? Sie geht die ihr bekannten Stellen ab. Aber dann sucht sie auch immer wieder in anderen Ecken im Dickicht, dort, wo sie letztes und überletztes Jahr nicht war und auch nicht im Jahr davor. Lichtungen, die sonst nicht einladend wirkten stehen auf einmal vor ihr. Wäre doch schade – […]

Schreiben nach Zahlen

Ein Kollege erzählte mir eben auf dem Weg nach Hause, dass Romanbiografien gerade en Vogue sind. Ich musste erst einen Moment überlegen, was mit dem Begriff gemeint ist (fiktive Lebensgeschichten über reale Menschen) und es hat noch einiges länger gedauert, bis mir ein, zwei, drei Bücher einfielen, die unter diese Kategorie fallen, und die ich […]

Strüßjer, Kamelle, Bützje!

Los gehts! In Köln war schon heute niemand mehr ans Telefon zu bekommen. Ich finde: unbedingt nachahmen. Und wenigstens am Wochenende feiern, als wenn es kein morgen gibt. Das Leben ist zu kurz. Feiert, egal was! Hoch die Tassen!