Lichttaxi

Neulich, als ich nicht sofort einschlafen konnte, habe ich mir ein Alien ausgedacht, das in Windeseile dorthin kommt, wo es sich hindenkt, allerdings nur, wenn es den korrekten Weg weiß. Es nimmt dann so etwas wie Witterung auf, denkt die Route von dem Punkt aus, wo es ist und entschwindet dorthin. Zugegeben, keine besonders innovative Fortbewegung. Aber ich musste das Alien von A nach B bringen, ohne dass Spuren sichtbar waren. Geschwindigkeit war auch gefragt. Keine Frage dagegen, dass ich das auch gerne könnte. Vor allem wenn Bahnfahrten auf dem Programm stehen.

Heute hat es fast geklappt. Ich habe mir vorgestellt, wie ich zur ersten Zwischenstation komme, dann zum Ziel und eh ich mich versah, war ich schon da. Hat umgekehrt auch geklappt. Allerdings habe ich das strahlende Wetter im Verdacht für die merkwürdige Beschleunigung (denn normalerweise – und ganz ohne Verspätung – dauern meine Bahnreisen immer länger als auf der Fahrkarte gedruckt). Als wäre ich auf den Sonnenstrahlen unterwegs gewesen. Oder war es vielleicht so eine luftige windschnittige Wolke?

 

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 3

  1. christahartwig 14. Februar 2018

    Vor Jahren machte mal jemand von sich hören (schreiben), der behauptete, man könne Benzin sparen, indem man sich während einer Autofahrt stark auf das Fahrtziel konzentriert. Mit mehreren Personen im Auto, die sich natürlich ebenso konzentrieren müssen, wäre der Treibstoffverbrauch sogar noch geringer. Ich habe das zwar nicht geglaubt, wurde aber die Vorstellung von schweigenden Fahrgemeinschaften mit einem Gesichtsausdruck wie beim großen Geschäft lange nicht los. – Dennoch denke ich, dass wir alle uns zeitweise wünschen, Mentalisten (und erwiesenermaßen besser als Uri Geller) zu sein.

    Gefällt 2 Personen

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