Awesome Blogger-Award, 2. Teil: Meine Fragen

Zurück in Berlin habe ich wieder mehr Zeit im Internet, und damit auch auf meinem Blog, unterwegs zu sein. Ich habe mir 10 Fragen überlegt, die ich dieses Mal gerne in die Runde werfen möchte, ohne jemanden zu nominieren. Nicht, dass es mir an passenden Blogger/innen fehlen würde. Doch merke ich, dass die Fragen doch sehr persönlich sind. Da mag sicher nicht jede/r antworten, oder zumindest nicht auf jede Frage. Mich wiederum würden die Antworten interessieren.

Hier sind die Fragen, und eben: ich freue mich, wenn Ihr mir Antworten schickt. Gerne auch je eine – oder was oder wie auch immer. Das ist es für heute. Es folgt dann noch ein dritter Teil (da muss ich aber erst nochmal nachschauen, was das ist…)

  1. Welchen Stellenwert hat Nichtstun in Deinem Leben? 
  2. Bist Du schon mal eine Woche ganz alleine irgendwo gewesen – und wie war das?
  3. Ist Musik für Dich Ablenkung, Lebensgefühl oder eher eine Expedition ins Ungewisse?
  4. Wie ist das mit Menschen, die 30 Jahre jünger oder älter sind als Du: Meidest Du sie? Oder gehst Du eher auf sie zu?
  5. Ein eigenes Haus: Ist das für Dich ein wichtiger Teil des Lebens? 
  6. Was hat Dich in den letzten zwei, drei Wochen am meisten überrascht?
  7. Welches Möbel würdest Du Dir kaufen, wenn Du genug Geld und Platz hättest?
  8. Gibt es ein Kleidungsstück, das Dir gut an anderen gefällt, das Du Dich aber nicht zu tragen traust?
  9. Womit machst Du Dir Mut, wenn Du eine schwere Zeit durchstehen oder eine schwierige Aufgabe meistern musst?
  10. Weißt Du, wer Du bist?

Statt Radio

In einer Stunde geht mein Zug (bzw. der erste von insgesamt vier) zurück nach Berlin. Was soll ich sagen? Das Leben auf dem Land hat auch was, zumindest, wenn es, wie in den letzten Tagen, so großzügig sonnig ist. Heute regnet es hin und wieder. Und das reicht schon, sich (zumindest als Städterin) nicht mehr ganz so wohl zu fühlen. Und nach wie vor gilt: draußen gibt es keine Steckdosen…

Hundemüde

und dazu stereo. War ich gestern, als ich hier in Walldürn ankam. Nach Saarburg ist es die zweite Station einer kurzen Reise, die mich erst zu meinem Vater führte, der sehr entspannt, und immer noch mit 15 Gästen (nur drei Familienangehörigen) den 91sten Geburtstag feierte. Allein über das Bahnfahren könnte ich jetzt schon wieder einen Roman schreiben. Wer war zum Beispiel schon mal in einer Bahn-Toilette eingeschlossen – kurz vor dem nächsten Ausstieg? Da braucht man keinen Thriller… Ist aber bisher alles gut gegangen. Ich drücke mir selbst gerade die Daumen, dass es heute noch nicht regnet, weil ich ein Museumsdorf besichtigen werde. Bin gespannt und melancholisch zugleich. Ein Herbst auf dem Land – ich spüre mein eigenes Altwerden zumindest diese Woche ganz anders.

Hurra! Ein Award!

Aber diesmal einer in Scheibchen…

Juppieee!

Ich kann einfach keine Fragen stehen lassen – Außerdem habe ich mich natürlich sehr über die Nominierung durch Marion gefreut. Weil ich aber auf „Dienstreise“ bin, gibt es immer nur kleine Zeitfenster. In denen ich schnell was auf den Blog packen kann. Jetzt erst mal Fragen und Antworten. Im nächsten Scheibchen dann viel mehr. Erst mal nur herzlichen Dank. Und bis zur nächsten Runde!

  1. Seit wann bloggst du?
  2. Wer sind deine drei Vorbilder im Leben?
  3. In welchem Tier kannst du dich am ehesten wiederentdecken und warum?
  4. Was ist ein Lieblingsgericht von dir?
  5. Was ist eines deiner Lieblingszitate?
  6. Was war eines deiner Lieblingskinderbücher?
  7. Wer ist einer deiner Lieblingsmaler?
  8. Entscheidest du wichtige Dinge eher mit Pro-und-Contra-Liste oder aus dem Bauch heraus?
  9. Ziehst du das Stadt- oder das Landleben vor? Und warum?
  10. Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Mensch braucht, um für dich symphatisch zu sein?
  1. Musste ich nachgucken, seit 6 Jahren und 6 Tagen (heute beim Einstellen sind es, glaube ich, 8 Tage). Eine Freundin hatte mir bei einem schönen Frühstück auf einem Restaurantboot in Berlin den endgültigen Schubs dazu gegeben. Im ersten Eintrag sieht man eine hinreißende (leider schon ausgestopfte) Vogeldame aus Schweden.
  • Mr. Spock. Das musste dann reichen. Aber ich schaue mir bis heute immer was ab, von Menschen, die ich toll finde. Insofern habe ich sehr, sehr viele Vorbilder.
  • Im Hasen. Schnell, freundlich, unaufdringlich.
  • Kuchen, in jeder Form.
  • „Faszinierend“ – lässt einen innehalten, bevor man eine Meinung entwickelt.
  • Kleiner König Kalle Wirsch von Tilde Michels
  • Pffffffffff…. Hunderte, bin gerade von den neuen Gerhard Richter Fenster in Tholey begeistert.
  • Beides. Ich wäge ab und horche auf meine Intuition. 
  • Stadt. Ich brauche Kultur an der nächsten Straßenecke. Liebe das Land aber sehr…
  1. Humor, Großzügigkeit, Neugier.

Heiteres Beruferaten

Wer so alt ist wie ich, kennt diese Sendung vielleicht noch (ach so, hier noch der Titel: Wer bin ich?). Eine Handbewegung musste genügen, und ein Team aus vier Ratenden sollte herausfinden, welchen Beruf der Gast der Sendung hatte.

Hier müssen ein paar Gerätschaften reichen – und vielleicht noch ein Tipp: Der Beruf stirbt im wahren Wortsinn aus. Denn er wird in den jeweiligen Familien quasi vererbt. Und wo weniger Kinder geboren werden, versiegt eines Tages die Tradition.

Abgeben

Es gibt bei eigenen Projekten den Moment, in dem man das Ruder abgibt. Dann zumindest, wenn man das Vorhaben nicht alleine finanzieren kann. Das muss nicht nur schlecht sein. Denn auch wenn viele Köche den Brei meist verderben, sehen vier Augen mehr als zwei. Und sechs erst. Oder acht. Vielleicht ist es so wie mit einem Kind, das man an einem bestimmten Punkt ziehen lassen muss. So viel kann schief gehen, aber so viel auch besser. Mein Hölderlin-Buch ist jetzt in der ersten Lektorats-Runde. Und weil es eine Kooperation mit einem Museum und einem Verlag ist, schauen gleich vier Augenpaare neugierig in den Text. Der wird jetzt laufen lernen. Denn erst in den Köpfen von Leserinnen und Lesern kann er sich entfalten. Mir ist mulmig. Aber es ist auch ein schönes Gefühl, etwas eigenes aus der Hand zu geben.

Heiliger Zorn

Oder was ich (eine als „Mädchen“ erzogene Frau in den 50ern) von Hölderlin lernen kann.

Dein Zorn,

Wanderer!

Unberechenbar ist die Schönheit

Licht fällt auf die Wasser

Freiheit ist dem Glück

Liebe oder Tod.

(Nein, der Text ist nicht von Hölderlin. Aber von seinen Gedichten inspiriert.)

Der Herbst kommt,

und mit ihn ein erster Rückblick auf’s Jahr. Vor 12 Monaten war ich voller Vorfreude auf die bevorstehende USA-Reise. Hektik im Vorfeld, um alles ordentlich in Sack und Tüten zu haben, wenn es losgehen würde. Dazu noch der 90ste Geburtstag meines Vaters mit den nötigen Vorbereitungen, plus Zahnarzttermin (auweia!). Sehr turbulent. Aber nichts gegen das, was mich Ende Februar erwartete. Nicht, dass ich damit allein war (und das war manchmal sogar ein Trost). Aber die eigenen Lösungen muss man alleine finden.

Ich hatte Glück. Und genauso fühle ich mich. Natürlich wird das Jahrbuch erst am 31. Dezember geschlossen. Doch habe ich mir die letzten Tage Zeit gegönnt, froh, sogar zufrieden zu sein. Wer vom Weg abgekommen ist, kennt sicher das tolle Gefühl, wieder im Bekannten angekommen zu sein. Ich habe wieder Luft zum Atmen, und Spielraum, meine Arbeit nach eigenen Maßstäben weiter zu treiben (Eigener Ehrgeiz fällt mir nun mal leichter als der anderer Leute…). Und auch, wenn schon wieder neue Wolken steigen, fühle ich mich wie frisch von einem Abenteuer zurückgekehrt: Erleichtert, froh und voller Zuversicht.

Mein Favorit

für den diesjährigen Deutschen Buchpreis steht schon fest. Auch wenn ich gar keine Zeit hatte, auch nur einen der in der Shortlist angelangten Bücher zu lesen. Ich war heute Nachmittag im Aufbauhaus und habe in der dortigen Buchhandlung diesen tollen Reader (UMSONST!!!) gesehen. Mir schnell noch einen Kaffee besorgt und dann tatsächlich Zeit gehabt, in alle Texte reinzulesen. Ein großes Vergnügen. Und, ach so, ja, mein Favorit ist Bov Bierg: Serpentinen. Und Ihr so?