Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Der Januar

Die Weihnachtslichter sind aus, das Feuerwerk verglüht. Der Alltag liegt wieder vor mir: grau, dunkel, kalt, Januar. Ich stelle ihn mir vor wie einen ungeheizten Vorraum. Ich bin angekommen. Und es gibt eine gewisse Erwartung. Vorfreude sogar auf das, was kommt. Aber erst mal stehe ich da. Weiß vielleicht noch nicht, durch welche Tür ich […]

Neues Jahr, los geht’s

Und wenn es wirklich neu sein soll, erst mal das Herz lüften. So gilt es zumindest für mich. Und weil ich erst nächsten Montag wieder im Büro starte, lüfte ich, was das Zeug hält. Der Wind draußen tut einiges dazu, und siehe da, langsam wehen auch die ersten Ideen rein. Wie schön.

Vorfreude

Vielleicht ist es auch eine Frage von halb voll und halb leer, wenn wir uns auf der Kippe zu einem neuen Jahr befinden. Für einige ist es der Rückblick, für andere die Vorfreude, die bewegt. Die letzten Jahre habe ich mir Zeit genommen, um das gerade vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Dieses Mal mag […]

Mein alter Schreibtisch

Richtig schön sieht er aus, im neuen Umfeld einer anderen Wohnung. Tatsächlich habe ich ihn lange nicht gesehen (er fristete ein paar Jahre auseinander gebaut auf dem Dachboden), und noch länger, denn in meiner eigenen kleinen Wohnung stand er am Ende fast nur noch im Weg und war ein schwarzes Ungeheuer aus der Vergangenheit. Davor […]

Licht!

Kerzen sind, verglichen mit elektrischen Lichtquellen, zwar nicht so helligkeitseffizient, aber dafür beruhigend fürs Gemüt. Ich habe dieses Jahr öfters zum Streichholz gegriffen als den Lichtschalter betätigt, und das waren andere Abende, ruhiger, leiser auch, weil weder Filme noch Stereoanlage für mich ins Kerzenlicht passen mögen. Die großen Kältefelder konnte ich mir vorstellen, die natürliche […]

Der Teilnehmer ist besetzt

Manchmal frage ich mich. Oder denke, das gute alte Besetztzeichen beim Telefon hat es eigentlich auch ganz gut getan. Woanders ist Winter. Von dort auch das schöne Bild. Hier in Berlin ist es weitgehend grau und grau und sehr grau. Und kalt. Ich bin traurig, dass Wolf Erlbruch gestorben ist. Was gefühlt noch mehr grau […]

Bastelstunde

Das Tolle an ungestylten Wohnungen ist, dass sie eine Menge Improvisation vertragen. Ich habe mir also ein Stück der legendären Silver Factory in die eigenen Vier Wände geholt und spare auch noch Heizkosten. Na, aber hallo! Die erste Weihnachtsfeier des Jahres habe ich auch schon erlebt. Was soll ich sagen? Schön war es! Es gab […]

Einbruch in die Stille

Es ist das erste Adventswochenende. Gestern habe ich spontan beschlossen, das auch in mein Leben zu übernehmen. Das heißt, einen geschäftigen (durchaus „vernünftigen“) Wochenend-Termin sausen zu lassen. Und dann lese ich heute, durchaus gemütlich, weil im Bett, einen Artikel im Perlentaucher, und werde hellwach. Weil, was dort über Übersetzer*innen zu lesen ist, 1:1 für Audioguide-Texter*innen […]

Gefreut:

Das Kollektiv Wajukuu Art Project ermöglicht Kunst in einem Slum von Nairobi und war ein zentraler Teilnehmer der Documenta Fifteen. Nun bekommen seine Mitglieder den Bode-Preis der Stadt Kassel verliehen. Zugegeben, das Foto ist nicht besonders aussagekräftig, ich bleibe vorsichtig, wegen der Bildrechte. Aber die Installation der Gruppe, die den Eingang zur Documenta-Halle bespielte, hat […]

À propos Natur

Den gab es auch umsonst und draußen: in Nizza lustigerweise, an diesem großen Kieselstrand. Und da sind wir auch gleich noch bei Geschenken: denn als Ferienmitbringsel toppt der für mich alles, was man sonst so kaufen kann. Ich lache mich jedesmal wieder schlapp, wenn ich den Stein auf meiner Fensterbank sehe. Allerdings denke ich immer […]