Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Urlaub auf dem Weg zur Arbeit

In den letzten Jahren hat Corona fast vergessen lassen, wie beliebt Kreuzberg immer noch bei Reisenden ist. Dieses Jahr treibt der Sonnenschein nicht nur Grün und Bunt aus der Erde, plötzlich sind auch wieder Menschengruppen per Rad oder zu Fuß unterwegs, um sich in der Stadt umzutun. Ach ja. Und nein. Ich will gar nicht […]

Klunker des Alltags – reloaded

Ich fasse es selbst kaum, aber die Klunker gibt es mittlerweile seit achteinhalb Jahren. Längst nicht mehr in der anfänglichen Form, denn gestartet bin ich mit dem Anspruch, täglich zu schreiben. Als Scheitern sehe ich das nicht, obwohl ich es an vielen Tagen schade finde, vom Tag nicht noch einen Text abgeschöpft zu haben. Aber […]

Noch einmal KI

Im Grunde, denke ich, haben wir eine Debatte, die wir vor 10 Jahren schon hätten führen können. Denn – spätestens – damals wurde klar, dass in den meisten Fälle keine Inhalte mehr vermittelt werden sollten, sondern Texte geschrieben. Das ist ein Unterschied. Denn schon damals ging es darum, viel Text in möglichst wenig Zeit zu […]

Reminder

So gesehen gestern Abend im Maxim-Gorki-Theater. Der Satz geht auf eine Performance des 15jährigen John Cage in New York zurück.

Den Löffel abgeben

ist für mich noch eine Vorstufe zu dem, was als „ins Gras beißen“ dann wirklich die letzte Station ist. Weil, wer den Löffel abgibt, meist ja noch gefüttert werden will. Insofern scheint mir der Löffel-Verzicht ein stimmiges Bild für die Euphorie einiger, die in KI-Texten die Zukunft heraufbeschwören. Keine Frage, ich werde KI demnächst auch […]

Na sowas!

Neulich habe ich mir vom Schöffling&Co Verlag das Jahrbuch der Lyrik kommen lassen. Ich lese mühsam nur Gedichte. Aber seit ich mich mit Hölderlin befasst habe, ist mein Interesse geweckt. Ausserdem schreibe ich mittlerweile auch hier und da Gedichte. Für die Schublade. Und mit Vergnügen. Beraten werde ich von meinem Freund Dirk Held. Der auch […]

Dein schönster Tag

Diese Frage gibt es ja gelegentlich: Was oder wie wäre dein/ein schönster Tag? Spontan fallen mir alle besten Dinge ein, die sich dann wie in einer Nummernrevue hintereinander weg zu ereignen hätten. Aber in der Realität sind schönste Tage eigentlich die, in denen man etwas wagt, oder solche, die mit einen Haufen Überraschungen aufwarten. Insofern […]

Was ist ein Tag?

Wiederholung? Trott? Ein Kontinuum? Oder eine Abfolge kleinerer Episoden, die durch Licht, Schatten, Gewohnheiten zu einem Ganzen zusammengefügt werden? Ein Plus oder ein Minus? Etwas Neues? Fünf Dinge, die ich heute anders gemacht habe – ? Eine neue Erkenntnis – ? Wie viele Begegnungen, Gespräche? Verloren, weil ich Dich nicht gesehen habe? Kraftgewinn oder -verlust? […]