Manchmal habe ich ja noch Hoffnung. Dass sich, wie durch Zauberhand, eine Tür öffnet in eine wundersame Gegenwelt. Ausgemacht, dass ich die Augen offen halten muss. „Achte auf das weiße Kaninchen!“ Das weiß doch jedes Kind. Ein Wundersalon also, der Stunden auf sieben Minuten schrumpft, für nur zwei Euro. Goldene Verheißung am grauen Nebeltag. Arbeitszeitschrumpfung? […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Design für den Kochtopf
Findige Kunsthandwerker früherer Generationen wären vielleicht vor Neid erblasst, solch fein ziselierte Objekte als Gemüse auf dem Wochenmarkt zu finden. Für diejenigen, die noch beim Kauf eines Weihnachtsbaumes zögern: mehrerer dieser Strünke auf einem großen Teller verteilt, ein paar rote Pfefferkörner in die Spitzen, fertig ist der Weihnachtswald. Nix nadelt nix brennt und der Menüzettel […]
Besinnlich – oder vielleicht doch mit Karacho
zur Besinnung kommen? Ich habe durchaus etwas für die besinnliche Vorweihnachtszeit. Die schönen Abenddämmerungen, die frühen Nächte, die dunklen Stunden, wie gemacht für Kerzenlicht und Abende auf dem Sofa. Doch die urbane Weihnachtsdekoration mit Buden, Bimmeln und Blühwein (sorry), das ist übel, kaum auszuhalten und vor allem nicht zu umgehen. Auf dem Weg zu einem […]
Haben oder tun?
Weniger haben heißt vor allem, weniger haben wollen. Lange wollte ich mehr. Bis einmal der Groschen fiel. Ich hatte gerade Geld, hätte mir was kaufen können – und wollte nicht. Später konnte ich diese Unlust wiederholen, wenn ich gerade kein Geld zur Hand hatte. Es fühlte sich gut an. – Mehr tun heißt oft, mehr […]
Nach der Schaffung zweier Kinder
Nein. Das wird jetzt keine Häme gegen Übersetzer (im Gegenteil: Leute, wenn ihr schreiben wollt, übersetzt, was das Zeug hält, ihr werdet staunen). Das soll nur zeigen, wie verquasselt es gerade in meinem Kopf aussieht (nach der Dauerlektüre solch sprachgeschüttelter Texte – aber das dann eben doch noch: Nicht alles, was Künstler/innen produzieren, sind „Werke“…). […]
Es geht los!
Allen für Morgen einen schönen 1. Advent! Oder zumindest einen schönen letzten Nebelungen-Sonntag.
Schaukeln
ist vielleicht die geeignetste Bewegung fürs Denken. Dachte ich heute, als ich im warmen Thermenwasser lag. Als wäre unser Gehirn vollgehangen mit Klangstäben, die leise flüstern, wenn wir den Kopf bewegen. Bloß nicht rennen, könnt ihr ja sehen, was sich da alles verheddert. Schaukeln, schaukeln, lauschen, am besten gar nicht so viel Denkmaterial einwerfen. Ruhig […]
Wenn die Schatten länger sind als die Dinge.
Wenn zum Beispiel wieder mal die Heizung ausfällt (und man ahnt, wie viele Wochen sich die Hausverwaltung weigern wird, zur Tat zu schreiten), wenn gleichzeitig der Zugang zu einem wichtigen Datensystem zusammenbricht, und man seine Artikel nicht los wird (und also erst später das Honorar vorbeikommt), wenn der Arzt bedenklich guckt und einen für bald […]
Windmond
so nannte Karl der Große den November, Nebelung ist eine ebenso alte Bezeichnung für den vorletzten Monat im Jahr. In den Niederlanden – und wahrscheinlich auch im übrigen nördlichen Europa – wurden im November die Schweine geschlachtet, man gedenkt ebenfalls bis heute im November der Toten. Als Kind habe ich besonders den Martinstag gemocht, wo […]
Schnäppchen, Häppchen und nix ist kostenlos
Die Vorstellung, etwas zu sparen oder gar umsonst zu bekommen, scheint jeden anderen Gedanken zu überstrahlen. Brauche ich dies oder das überhaupt, schmecken mir die Häppchen? Will ich schnappen oder will ich nicht lieber doch etwas kaufen? Denn, man ahnte es ja schon immer: selbst kostenlose Dinge sind nicht umsonst. Sie zu besitzen, heißt die […]









