Wenn die Schatten länger sind als die Dinge.

Wenn zum Beispiel wieder mal die Heizung ausfällt (und man ahnt, wie viele Wochen sich die Hausverwaltung weigern wird, zur Tat zu schreiten), wenn gleichzeitig der Zugang zu einem wichtigen Datensystem zusammenbricht, und man seine Artikel nicht los wird (und also erst später das Honorar vorbeikommt), wenn der Arzt bedenklich guckt und einen für bald schon wieder bestellt, wenn eine gute Freundin sich ewig nicht meldet, wenn die Lieblingsschuhe kaputt gehen, der Staubsauger, der CD-Player und das Flurlicht (jaja, hat alles unendlich lange gehalten, aber musses denn auf einmal sein?), kurz, wenn die Schatten lang und länger werden, was denn dann? – Eine saugute Flasche Wein kaufen, noch einen Artikel mehr schreiben, mit der anderen Freundin in die Therme gehen, endlich wieder mal früher ins Bett gehen und lesen. Was denn sonst?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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