Was zählt im Leben? Eine Frage, so hartnäckig wie eine Fliege. Zumindest in meinem Leben. Zumindest in den letzten Monaten, wo der Alltag weit und öd ist wie eine wüste Ebene.
Genug Sendungsbewusstsein, die Menschheit zu retten, fehlt mir. Oder vielleicht einfach auch nur die rettende Idee.
Ordentlich durchkommen? Eine Vorstellung, die mächtig am Ego kratzt, aber möglicherweise die Richtung weist. Wobei „ordentlich“ ja auch einen gewissen Spielraum lässt. Aber dann denke ich an den Fürsten Pückler, mit dem ich mich gerade beruflich beschäftige. Eigentlich ein ziemlicher Egomane, und bestimmt kein Vorbild für eine Frau im 21. Jahrhundert. Aber – er war, bei allen Macken ein großartiger Gastgeber. Er liebte (gute) Gespräche und brachte die Leute liebend gerne zusammen. Natürlich spielte da auch Eitelkeit eine Rolle, Könige oder Königinnen sollte mindestens in der Gästeliste sein. Aber dann konnte er auch den Lehrer aus Cottbus oder sogar seinen eigenen Hausangestellten Billy mit an die Tafel bitten. Und seinen Park in Branitz öffnete er von Anfang an fürs Publikum: eintrittsfrei. Oasen schaffen, so nannte er als älterer Herr sein Lebensziel, und auch wenn ich sicher nicht die Gelegenheit finden werde, wie Pückler große Parks zu gestalten, die Idee hat was:
Oasen schaffen! Wäre das nicht eine gute Idee?








