Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Do it once and do it well

Wer eine Reise tut, hat viel zu erzählen. Aber eben auch viel, zum drüber nachdenken. Mir ging das so bei fast allen Stationen meiner Amerika-Reise. Weil ich Dinge sah, die auf andere Lebensentwürfe hinwiesen, weil ich an Orten war, die tatsächlich andere Anforderungen stellten oder (für mich) neue Ideen bereithielten. Pleasant Hill, ein verlassenes, aber […]

Nicht unbedingt eine Reiselektüre,

aber durchaus ein gutes Buch: Else Buschheuers „Hier noch wer zu retten? Über die Liebe, den Tod und das Helfen“. Nicht unbedingt ein einfaches Buch. Am Anfang habe ich mich nur im Kreis gedreht. „Das meint die doch jetzt nicht ernst“, habe ich mich gleich mehrfach gefragt. „Wie kann man denn so naiv sein, aber […]

Gleichzeitig

Eine Erfahrung beim Reisen ist die veränderte Zeitwahrnehmung. Klar, wer aus seinem Alltagstrott aussteigt und unter einem fremden Himmel unterwegs ist, hat zumindest die äußere Uhr verloren. Wer dann noch an einen Ort fährt, den er oder sie schon kennt, und sich vor Sehnsucht danach verzehrt hat – eine wirklich ulkige Erfahrung. Ich zumindest hatte […]

Sprachlos

Über Weite und Stille zu sprechen, fällt mir schwer. Es ist ein überwältigendes Gefühl, in einer solchen Landschaft zu stehen. Ich habe das große Glück, außerhalb der Urlaubssaison unterwegs zu sein. Kein, oder nur hin und wieder eine Handvoll anderer Menschen stehen neben mir, um solche uralten Panoramen zu betrachten. Und auch sie sind stumm […]

Noch geht es weiter

Aber, und bei dem Gedanken wird mir ganz klamm, die Reise neigt sich dem Ende zu. Einerseits: mein Kopf ist voll. Und das Leben aus dem Koffer so gar nicht meins. Andererseits: Auf eine Art komme ich gerade erst an. Werde geläufiger auf dem fremden Kontinent. Und hätte nicht übel Lust noch zwei Wochen an […]

Na, sowas!

Sollte noch mal jemand Zweifel daran hegen, dass Raumschiffe für Science Fiction Filme ihre Vorbilder in alten amerikanischen Landwirtschaftsmaschinen haben, den oder die schicke ich umgehend nach Elk City, wo ein ganzer Park voll solcher unglaublicher Geräte steht. Womit die „Kenner/innen“ erkannt haben, dass ich mittlerweile die Route 66 erreicht habe. Schönstes Kleinod darin eine […]

Zwei Seiten

Memphis war für mich bislang die größte Herausforderung, mit den krassesten Gegensätzen (die ich als Touristin überhaupt wahrgenommen habe). Dann die Erinnerungsstätte, d.h. der Ort, an dem Martin Luther King ermordet wurde und – komischerweise – Graceland, das mich unglaublich angerührt hat.

Go West!

Mittendrin im Land – und das fing in Kentucky an – geht plötzlich der gute Kaffee und das leckere Essen aus. Ein Omelett zum Beispiel, das ich gestern bestellt habe, ist mit einem riesigen Batzen Käse (Schmelzkäse-Scheibletten) gefüllt, der nur mühsam rauszupopeln ist. Das Gesündeste sind Pommes (dann aber ohne Ketchup). Selbst drei harmlose Salatblätter […]

On the road

Bevor es losging, wurde es nochmal kniffelig: Die Autovermietung finden, die nur eine winzige Tür in einem riesigen Block irgendwo im Nirgendwo hat (dieselbe Autovermietung wäre im Flughafen natürlich leichter zu finden gewesen, aber gleich ein paar hundert Dollar teurer), um dann dort auf steiler Rampe festzuhängen, weil jemandem ausgerechnet vor der Schranke der Sprit […]