Na, sowas!

Sollte noch mal jemand Zweifel daran hegen, dass Raumschiffe für Science Fiction Filme ihre Vorbilder in alten amerikanischen Landwirtschaftsmaschinen haben, den oder die schicke ich umgehend nach Elk City, wo ein ganzer Park voll solcher unglaublicher Geräte steht.

Womit die „Kenner/innen“ erkannt haben, dass ich mittlerweile die Route 66 erreicht habe. Schönstes Kleinod darin eine Tankstelle samt Inn, in der auch schon Andy Warhol auf seiner ersten Reise nach Los Angeles (damals noch im Auto) gehalten hat. Steht in Shamrock und hat unglaublich reizende Damen im Shop, denn es gibt zwar kein Inn mehr, aber dafür kostenlosen Kaffee in Strömen.

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Erfreulich, die Route 66 ist um diese Jahreszeit wie leergefegt. Man begegnet hier und da ein paar Leuten, aber nirgends Andrang, die Straßen, sowohl die 66 als auch die Interstate sind frei. Wobei: Eindeutig schöner sind die Landstraßen zu fahren. Sofort wird man vom Land verschlungen, während man auf den Autobahnen geradezu an Amerika vorbeifährt (dabei allerdings schneller vorankommt). Wer zum Beispiel eine Alternative zu McDonalds, Wendy’s oder Starbucks sucht, braucht nur eine Weile über Land zu dümpeln (hier noch vor der Route 66), um eine Mischung aus Grauen und Offenbarung zu finden (ich schwöre, hier habe ich die besten Pommes seit Jahrzehnten gegessen):

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Traurig anzuschauen, aber auch schön, die Autofriedhöfe hier und da:

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Und der hippieske bis esoterische Sound bricht langsam auch durch (so gesehen auf einer Damentoilette in Amarillo):

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Heute Nacht lag mein Kopf auf einem Kopfkissen in Santa Fe. Zum ersten Mal seit der Autoreise habe ich mir hier ein Ausschlafen gegönnt. Jetzt wird es aber Zeit, die Nase mal rauszuhalten. Die Sonne scheint wie aus Eimern, aber hier oben ist es deutlich kälter als gestern noch in Arkansas und Texas. Ich bin schon riesig gespannt.

 

 

 

 

Filed under: Allgemein

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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