Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

to leave

Ich beschäftige mich gerade mit der US-amerikanischen Künstlerin R.H. Quaytman. In einem Interview beantwortet sie die Frage, welches ihre Lieblingbewegung sei, mit „to leave“. Mir hat diese Antwort einen regelrechten Schock versetzt, weil abreisen, weggehen, Abschied nehmen sind gerade die Momente, die mir – meist zumindest – schwer zusetzen. Ich verlasse keinen Ort und keinen […]

Putzen

Es ist Frühling. Und damit geht es wieder los. Das Putzen. Denn nichts ist unerbittlicher als die noch tief stehende Sonne im März, April und Mai. Jede Schmutzspur, ach was, jedes Stäubchen ist jetzt zu sehen! Und weil bei uns Putzen nicht auf dem Lehrplan steht, geht wahrscheinlich jeder und jede das Schmutz- und Staubphänomen […]

Verlorenheit

ist vielleicht das letzte, was wir uns anmerken lassen wollen. Doch ist Verlorenheit vielleicht auch der grundlegendste Zustand, den wir Menschen auf dieser Welt kennen.

Entdecker und Abenteurerinnen

Was wir Erwachsenen manchmal vergessen: Alle kleinen Kinder sind Entdecker und Abenteurerinnen in eigener Sache. Jedes Kind erschließt sich unseren Planeten aufs Neue. Was für eine Leistung! Und wie schade, dass wir die Erkenntnisse aus den kleinen Köpfen nicht bergen können. Ich wette, wir bekämen mächtig was zu staunen.

Und dann das!

Das Brandenburger Tor soll, las ich gerade, nicht angestrahlt werden in den Nationalfarben Russlands, wie es sonst, nach Terroranschlägen in Nachbarländern der Fall ist. Pffff – ??? Nicht, dass ich unbedingt für symbolträchtige Lichtgestaltung wäre. Aber – natürlich denken wir auch an die Toten von St. Petersburg.

Liebeserklärung an eine Stadt

Ja, auch das gehört zu meinen jährlichen Frühlingsgefühlen: ich verliebe mich ein übers andere Jahr neu in Berlin. Laut, grau, groß und winters arg griesgrämig. Aber dann, einmal durchatmen (Berliner Luft) und alles ist groß und hell und der Horizont ist über die Globuskante geschoben – keine Ahnung, wie das vor sich geht, ist aber […]