Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Fragen

oder: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Heute gab es zwei Demonstrationen. Eine in Köln gegen die AfD, eine in Berlin, für unabhängige Forschung und Wissenschaft weltweit. Demonstrationen sind wichtig. Sie zeigen, wo es brennt. Fragen dagegen sind ein alltägliches Mittel, Köpfe in Bewegung zu bringen (weiß Gott! auch die eigenen). Gestern ist mir auf dem […]

Heute, 22.04.2017, 13:00 Humboldt Uni Berlin

Start des Berliner March of Science. In Deutschland sind Wissenschaft und Forschung weitgehend überparteilich und überinstitutionell. Das muss so bleiben, damit wir auch in Zukunft Entscheidungen wissensbasiert treffen können. Zivilisationen beruhen auf Wissen, nicht auf alternativen Fakten. LLAP

Was ist das denn?

Ein Jackson Pollock-Blümchen? So gesehen in einem der Blumenkübel vor dem Kreuzberger Wasserfall. Wer also will: Schnell nachgucken. Die sind aber sehr klein.

Wäre die Ampel

nicht auf Rot gesprungen und die Straße so befahren – ich hätte die kleine ABC-Meise nicht gesehen. Und jetzt? Danke Ampel (kicher)…

Ein Windhauch nur

Eigentlich ist es kaum mehr als ein Kapitel, das Buch Kohelet aus dem Alten Testament. Zwölf Seiten füllt es in meiner Ausgabe, von Seite 720 bis 732. Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch. Welchen Vorteil hat der Mensch von all seinem Besitz, für den er sich anstrengt unter der Sonne? Wer dieser […]

Angst vorm Ideenklau?

Schon in der Schule gab es die, die sich fürchteten. Und Mäuerchen bauten, damit ihnen keiner beim Test etwas abschreiben konnte. Und in der Uni waren zu meiner Zeit bei den Geisteswissenschaftler viele Einzelkämpfer/innen unterwegs. Auch heute noch erlebe ich unter Freiberufler/innen solche, die nicht gerne über ihre aktuellen Projekte sprechen. Bestimmt manchmal auch, weil […]

to leave

Ich beschäftige mich gerade mit der US-amerikanischen Künstlerin R.H. Quaytman. In einem Interview beantwortet sie die Frage, welches ihre Lieblingbewegung sei, mit „to leave“. Mir hat diese Antwort einen regelrechten Schock versetzt, weil abreisen, weggehen, Abschied nehmen sind gerade die Momente, die mir – meist zumindest – schwer zusetzen. Ich verlasse keinen Ort und keinen […]