Verlorenheit

ist vielleicht das letzte, was wir uns anmerken lassen wollen. Doch ist Verlorenheit vielleicht auch der grundlegendste Zustand, den wir Menschen auf dieser Welt kennen.

Einsortiert unter: Allgemein

von

Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 7

  1. Thomas Stiegler 27. April 2017

    Wenn Du mit Verlorenheit meinst daß jeder Mensch im Grunde alleine ist dann gebe ich Dir Recht.

    Und es stimmt, wenige wollen es sich anmerken lassen. Das ist aber ein gesellschaftliches Problem, einerseits, und andererseits glaube ich daß der Mensch ein geselliges Wesen ist und es sich deshalb nicht anmerken lassen will.

    Aber die paar die es bis zur letzten Konsequenz leben werden dann immer wieder von der Menge anerkannt: Einsiedler, Mönche, Schamanen usw.

    Gefällt 1 Person

    • Stephanie Jaeckel 27. April 2017

      Ich denke, Einsamkeit wird immer noch – oder immer wieder – als Makel angesehen. Wenn ich – wie seit Jahren – alleine lebe, fühlen sich alle möglichen Leute bemüßigt, Mitleid zu zeigen. Das ist ulkig, weil ich mich keineswegs mehr alleine fühle als in Partnerschaften. Im Gegenteil. Ich bin enger bei mir, was ja auch Geborgenheit geben kann. Verlorenheit ist dann eigentlich noch einmal eine Steigerung. Sie kann Verzweiflung sein, aber auch ein Alleinsein in letzter Konsequenz.

      Gefällt 2 Personen

      • Thomas Stiegler 29. April 2017

        Das mit dem Mitleid zeigen finde ich wirklich lustig! Anstatt daß sie mal hinschauen wie es Dir geht haben alle die Brille der Gesellschaft und ihrer Erziehung auf und sehen nicht das was ist. Und ich verstehe daß Du Dich enger bei Dir fühlst als vorher. Ich habe auch fast ein Jahrzehnt zurückgezogen und alleine gelebt, hatte viel Zeit zum Nachdenken und Spüren, und nie das Gefühl Mitleid bekommen zu müssen.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s