Liebeserklärung an eine Stadt

Ja, auch das gehört zu meinen jährlichen Frühlingsgefühlen: ich verliebe mich ein übers andere Jahr neu in Berlin. Laut, grau, groß und winters arg griesgrämig. Aber dann, einmal durchatmen (Berliner Luft) und alles ist groß und hell und der Horizont ist über die Globuskante geschoben – keine Ahnung, wie das vor sich geht, ist aber jedes Jahr wieder zu sehen. Mit bloßen Augen. Irgendwo anders wäre ich auch eine ganz andere geworden. Nicht unbedingt zu meinen Gunsten – da bin ich mir sicher.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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