Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Was bleibt.

Oder: bleibt was? Wer eine Reise tut, kann hinterher was erzählen. Was war das Überraschendste, was ich erlebt habe? Was das Schönste? Was das Unangenehmste? Was ist unterschwellig passiert? Habe ich mich verändert? Neu kennengelernt? – Eine Überraschung: Meine kleine Wohnung kam mir größer vor bei der Rückkehr. Dafür habe ich keine Erklärung. Ich habe […]

Dornröschen

wohnte nicht hier. Dafür hat Marilyn Monroe ihre letzte Zeit hier verbracht, ein friedlicher Ort, heute zumindest. Auch hier duftet es. Auch hier scheint man mitten im Wald, wo doch nur ein paar Straßenecken weiter der Verkehr tobt. Ihr Villa steht gerade zum Verkauf. 6 Millionen – falls jemand Interesse hat… Das war gestern meine […]

Das Beste zum Schluss

Der letzte Tag ist wie der erste: ein Museumstag. War ich in San Francisco vom De Young Museum hingerissen, bin ich es heute vom Getty Center. Das Haus ist eine Mischung aus Klagemauer und Filmkulisse, der Ausblick fantastisch und dazu angetan, Los Angeles zumindest ein wenig zu begreifen, bzw. zu begreifen, warum man als Europäerin […]

Historische Momente

Heute war der Los Angeles Pilgertag. Ich habe Mister Spock an seinem Grab besucht und dort Sternenstaub verstreut, dann ging es zur Thomas Mann Villa, in die ich mehr durch Zufall auch hinein gekommen bin (es wurde dort gearbeitet, deshalb stand das Haus auf). Ein schöner Ort übrigens, und wie es dort duftet! Überhaupt. Die […]

Verloren gehen,

um dem Unbekannten auf die Spur zu kommen. So könne man es zumindest versuchen, habe ich heute gelesen. Ob ich das wirklich schaffe. Dauernd suche ich meine Sachen im Rucksack, im Koffer, im Badezimmer, auf dem Nachttisch. Was mir das ungute Gefühl gibt, immer noch zu nervös und auf eine Art zu sehr mit mir […]

Ich schaue Dich an

Was passiert, wenn wir uns anschauen? Nichts weiter als atmen, mag man manchmal denken, ich schaue Dich an, wenn ich mit Dir rede. Erst wenn ein Mensch, oder das Porträt eines Menschen durch die Jahrhunderte mich anschaut, wird mir wieder bewusst, dass wir uns anblicken. Oder dass die Augen als Fenster unserer Seele gelten. Wer […]

Reiseblues

Ich bin jetzt an der letzten Station meiner Reise angekommen. Irgendwo in diesem riesigen Los Angeles. Nein. Der Blues kommt nicht vom Himmelblau. Sondern von zwei unangenehmen Gefühlen. Dem ersten, hier doch sehr verloren zu sein und dem zweiten, bald wieder abreisen zu müssen. Das ist weiß Gott keine Stadt für fünf Nächte. Aber jetzt […]

Selbst der Regen ist „wonderful“,

zumindest wenn er in Trödelscheunen zum Verkauf angeboten wird. Diese wundervolle Regenwolke hätte ich glatt mitgenommen. Prächtig funkelte sie schon am Eingang. Aber sowas von sperrig. Die – natürlich – nette Verkäuferin bot an, mir das Werk auch per Schiff zu schicken. Ach ja…. Der Kaffee danach war zum Glück der Hammer, ich war von […]

Ziel erreicht

Das hätte aber auch schief gehen können. Erstens war ein ungeheurer Stau in Los Angeles. Nö, das brauche ich nicht spezifizieren: ganz Los Angeles war ein Stau. Und dann geriet ich ins teuerste und gleichzeitig unübersichtlichste Parkhaus des Universums. Da wurden saftige Dollarbeträge für 10 Minuten abgerechnet und das Abstellen und nach Finden eines günstigeren […]