Was bleibt.

Oder: bleibt was? Wer eine Reise tut, kann hinterher was erzählen. Was war das Überraschendste, was ich erlebt habe? Was das Schönste? Was das Unangenehmste? Was ist unterschwellig passiert? Habe ich mich verändert? Neu kennengelernt? – Eine Überraschung: Meine kleine Wohnung kam mir größer vor bei der Rückkehr. Dafür habe ich keine Erklärung. Ich habe die Schwalben gehört und war froh, denn der Rest ist gerade nur Fernweh. Ich war viel mutiger im Urlaub als hier im Berliner Alltag. Das ist eine große Überraschung. Ich bin eine ältere (oder wie nennt man das?) Frau. Das kalifornische Licht ist einfach unerbittlich. Auch die Reaktionen der Unbekannten. Das ist vielleicht der größte Schreck. Das größte Geschenk: Es war wirklich eine Traumreise. Und jetzt bin ich wieder zu Hause und zumindest gerade eine Andere. Nicht nur angenehm. Aber zumindest so gar kein Alltag. Zum Glück ist Wochenende. Jetzt wird erst mal ausgepackt im guten alten Berlin.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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