Gedanken zäh wie Schlieren – eine Wohnungsauflösung. Eine Zu-Hause-Auflösung. Das endgültige Ende einer Kindheit.
Autor: Stephanie Jaeckel
Herbstanfang
Fast ist mir das Datum in der Aufregung um die Bundestagswahl verloren gegangen. Hier noch mal der Reminder: Wir haben Herbst. Und das – haha. Ja, ist gut.
Sich die Welt neu buchstabieren
Wenn mir eins klar ist nach dieser Wahl: nichts ist selbstverständlich. Egal, wer jetzt „schuld“ ist an dem Ergebnis, ich bin es ebenso, weil mir nicht klar war, dass ich meine Stimme auch habe, um sie zu benutzen. Ich war schweigend einverstanden oder gegen etwas, aber eben: Ohne den Mund aufzumachen. Es wird Zeit, mit […]
Momente
großer Schönheit passieren auch mitten im Alltag. Oder: Manchmal sind es nur Bruchteile von Sekunden, durch die man in die Ewigkeit schaut.
Grüße aus Köln!
Kindheits-Orte
… und immer noch so unheimlich wie damals.
Köln
als ich gestern mit dem Zug in den Kölner Bahnhof einfuhr, dachte ich: Das heilige Köln: Viel hat sich seit dem Mittelalter geändert, andererseits, die Schiffe auf dem Rhein, die Bahnen auf den Brücken, eben Verkehr und Handel und trübes Wetter… – das hätten die Männer und Frauen von damals sicher wiedererkannt. Aber dieser Anblick: […]
Was wiegt ein Menschenleben?
Ich sitze im Zug nach Köln. Jedes Jahr um diese Zeit fahre ich nach Hause, mein Vater hat heute Geburtstag. Ich habe in den letzten Monaten wenig an meine Eltern gedacht – zu viel kam (wie sagt man?) von vorne (?) – viel Arbeit, Termine, das übliche Alltagszeugs halt. Ich erinnere mich an viele Reisen […]
Müssen wollen
Es macht nie großen Spass, eine Pflicht zu erfüllen. Wir machen wahrscheinlich alle lieber Dinge freiwillig und nicht, weil sie von uns erwartet werden, schon gar nicht zu dem und dem Zeitpunkt. Aber natürlich gibt es Ausnahmen. Ich fürchte, die diesjährige Bundestagswahl ist so eine Ausnahme. Mag das Wetter noch so schön sein, oder ich […]
Heute?
Im Traum habe ich einen verlorenen Geliebten wiedergesehen, und gehörig geküsst. Dann schien die Sonne und ich dachte mich 3000 Jahre zurück in das Leben und Sterben der Etrusker. Später erzählte mir Lázló Krasznahorkai in eigenen Worten und – gelegentlich – mit der (sorry, ich kann einfach nicht anders) umwerfenden Stimme von Frank Arnold seine […]








