Heute?

Im Traum habe ich einen verlorenen Geliebten wiedergesehen, und gehörig geküsst. Dann schien die Sonne und ich dachte mich 3000 Jahre zurück in das Leben und Sterben der Etrusker. Später erzählte mir Lázló Krasznahorkai in eigenen Worten und – gelegentlich – mit der (sorry, ich kann einfach nicht anders) umwerfenden Stimme von Frank Arnold seine Spazierwege durch New York, und beim Ablaufen dieser Wege von der Geduld, die es braucht, Genies zu entdecken. Mit Dietmar Dath flog ich ins All und aus der Kurve. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich mich nicht mehr fürs Science-Fiction-Mögen schäme. Der Rückweg führte in einen Ex-Kaisers und durchs Nachtleben am Nollendorfplatz. Ich war kaum in Berlin angekommen, Anfang der 90er Jahre und hatte Knieschmerzen wie eine Fünfzigjährige. Was, dachte ich, als ich eben die Wohnungstür aufschloss, was bedeutet schon Gegenwart?

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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