Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Sorgen ziehen Sorgen nach

Keine Frage: Aktuell ist keine Zeit, mit leichtem Herzen durch die Welt zu laufen. Wer Pläne für dieses Jahr hatte, sieht sie wahrscheinlich durchkreuzt, wer neue Pläne macht, steht auf wackelndem Boden. Andererseits gibt es auch dies: wer sich – wie Gemeinden oder Museen – erst sorgte, dass keine Tourist/innen, Besucher/innen kommen, sieht sich jetzt […]

Awesome Blogger Award

Und gleich vorab: Die hinreißende Zeichnung stammt von Jette von Bodecker! Als ich mit dem Bloggen anfing, wurden gerade „Stöckchen“ geworfen. Jede/r der oder die eins bekam, gab ebenfalls fünf weiter, so dass Blogleser/innen von ihren Lieblingsblogger/innen Anregung bekamen, auch mal woanders zu stöbern. Eine tolle Idee, die natürlich auch Zeit kostet, und irgendwann möglicherweise […]

Ende der legalen Sexarbeit

Grundsätzlich habe ich zur Zeit keine Befürchtungen. Ich sehe weder Demokratie noch den sie sichernden Rechtsstaat in Gefahr. Zumindest nicht in Deutschland. Dennoch hat mich der Vorstoß einiger Bundestagsabgeordnete (Männer und Frauen, parteiübergreifend) unangenehm überrascht, die im Anschluss an die Corona-Einschränkungen ein generelles Sex-Kaufverbot fordern. Sexarbeit ist zur Zeit wie andere Gewerbe stark eingeschränkt. Drastischer […]

Dornröschenschlaf

Tatsächlich bin ich in diesem Jahr steckengeblieben. Gefühlt ist gerade erst Ende März. Die Zeit des Lockdowns scheine ich mental verschlafen zu haben – leider schleichen sich hartnäckig Alpträume ein, einer davon wiederholt sich in endlosen Variationen: ich bin fast blind, und versuche mit größter Anstrengung die Augen zu öffnen in eine meist fantastische Umgebung. […]

Da isser!

Seit zweieinhalb Wochen gehe ich abends spazieren. Um diesen süssen Mr. Foxy zu treffen. Heute hat er mir endlich eine Audienz gegeben. Im Rosengarten. War das schön!

Berlin, ick liebe Dir

Ja. Zeit für eine weitere Liebeserklärung. Ich bin 1989 nach Berlin gezogen. Gar nicht mal ganz freiwillig. Aber weder München noch Hamburg waren für mich Alternativen. Und dann dieses Wetter: Kontinentalklima, was damals bedeutete: eisige Winter. Nee, war das nix für mich! Schnell wollte ich wieder weg. Aber die Stadt hat sich in mein Herz […]

„Zu sein, zu leben, das ist genug“

Als im März klar wurde, dass für mich beruflich kein Stein auf dem anderen bleibt, habe ich mich entschieden, eines meiner Traum-Projekte an den Start zu bringen. Wenn schon nichts mehr geht, dann vielleicht das Unmögliche, dachte ich, oder vielleicht dachte ich auch gar nichts, aber ich schrieb ein Exposé und schickte es ab. Noch […]