Dornröschenschlaf

Tatsächlich bin ich in diesem Jahr steckengeblieben. Gefühlt ist gerade erst Ende März. Die Zeit des Lockdowns scheine ich mental verschlafen zu haben – leider schleichen sich hartnäckig Alpträume ein, einer davon wiederholt sich in endlosen Variationen: ich bin fast blind, und versuche mit größter Anstrengung die Augen zu öffnen in eine meist fantastische Umgebung. Eine ähnliche Traumfolge, die mich seit Jahren begleitet: Ich versuche Fotos zu machen, doch die Kamera funktioniert nicht und liefert nur schwarze Bilder.

Wach und mit offenen Augen muss ich feststellen, dass nächste Woche schon das halbe Jahr 2020 vorbei ist. Hmpf. Was mache ich denn damit? Vielleicht sind meine Vorhaben zu groß – oder zu viele. Oder ich hänge zu tief im Alltag und verpasse es, gelegentlich auf einen kleinen Berg (zum Beispiel einen freien Sonntag) zu steigen, um die Übersicht zu gewinnen. Das Glas, soviel ist klar, ist gerade halb leer und halb voll. Eine gute Gelegenheit, für das, was geht, ein paar Gedanken zu investieren…

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 11

  1. Verwandlerin 24. Mai 2020

    Ja, krass, fühle mich auch noch wie gerade erst Frühling. Ich hoffe sehr auf die Öffnung der Freibäder, die hier leider noch nicht absehbar ist. Ab dann ist für mich Sommer und lange Abende auf dem Balkon/jetzt leider Wintergarten mit Weißwein stehen an…

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  2. Vera Sch. 25. Mai 2020

    „Wach und mit offenen Augen muss ich feststellen, dass nächste Woche schon das halbe Jahr 2020 vorbei ist.“

    Naja… – für mich zählt auch noch der Juni zum ersten Halbjahr.

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    • Stephanie Jaeckel 27. Mai 2020

      Aber das ist ja eine super Überraschung: Ich komme gerade vom Einkaufen (aus einer endlos langen Supermarkt-Kassen-Schlange, pfff), und natürlich habe ich Spass. Kannst Du mir bitte noch einen Schubs geben: Hast Du Fragen, oder soll ich die Fragen beantworten, die unter dem Link zu finden sind? Ich liebe Fragen, und ich werde mich ranmachen, sobald ich Zeit habe. Vielen Dank also!!!

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