Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Gedanken beim Blättern

Ich kann mich kaum erinnern, in den letzten Monaten einen Nachmittag Zeit zum Blättern in Reisefotos gehabt zu haben. Heute gab es plötzlich die Gelegenheit und: Was für ein schöner Nachmittag! Wie ich Reisen wiederholen kann, einfach, indem ich die Fotos ganz genau anschaue. Was ein Glück, dass es heute vergleichbar günstige Kameras gibt. Denn […]

Was wäre Köln ohne das Hänneschen Theater?

nun – zumindest um einen Rosenmontags-Zug ärmer. Denn weil er „in Echt“ nicht stattfinden kann, rollt der Zug dieses Jahr en miniature über die Bühne des alten Stockpuppentheaters am Eisenmarkt. Als Kind war ich dank kölscher Nachbarn dort auch zu Gast. Heute gibt es für mich nur Schnipsel aus dem Internet, aber, was soll ich […]

Winter wie lange nicht

An die Zeiten, in denen es in Berlin Stock und Bein gefroren hat, kann ich mich nur noch vage erinnern. Ich habe damals noch studiert, und hatte – ja, im Nachhinein kann ich das nur bedauern – die Nase tief in den Büchern, statt im Schneegestöber. Wenn der Wannsee zugefroren war (in Teilen zumindest), sah […]

Schneegestöber

fitzelkleine Flöckchen wirbeln vom Himmel und bringen eine erstaunlich dichte Schneedecke zustande. Noch war keine/r aus dem Haus draußen: die Decke ist flauschig und völlig unberührt. Nicht mal Vögel hüpfen rum, zu viel Wind (wahrscheinlich sitzen sie gerade aufgeplustert in den Ästen). Statt eine Freundin zum Spazierengehen zu treffen, sitze ich am Schreibtisch und mache […]

In die Freiheit fallen

meist ist es so, dass ich den festen Boden verlassen muss, um in die freie Zeit zu gelangen. Es ist viel gefährlicher, als einfach nur „Urlaub“ zu haben. Alpträume sind die Wächter der Freiheit. Warum ich das immer wieder vergesse?