Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Können Bäume Yoga?

Ich gehe jetzt seit einem Jahr fast täglich einmal „um den Block“ – wobei das von mir aus vier Wege in alle vier Richtungen ergibt, die sich um je ein oder zwei Blöcke verlängern lassen. Es gibt Tage, da sieht alles aus wie immer. Es gibt Tage, da sehe ich – immer noch – Dinge […]

Statt Blumen

In einem anderen Jahr würde ich jetzt an der U-Bahn-Station Mehringdamm stehen und Rosen verteilen. Es ist Frauentag. In Berlin ist Feiertag. Und draußen ist Corona. Um ehrlich zu sein – !? Ich bin nicht nur froh, stattdessen gerade mit einem Kaffee am Schreibtisch sitzen zu können, weil es trotz Sonne richtig kalt ist. Das […]

Jedes Jahr

erwischt mich sie mich wieder, diese Zärtlichkeit für die kleinen unermüdlichen Frühblüher, die ihre Köpfe so unverdrossen durch oft noch matschbraune Wiesen drücken. „Es lohnt sich doch“ – scheinen sie zu flüstern. Aber wehe – so schnell sind sie wieder verwelkt.

Kohlrabi

sind in den USA weitgehend unbekannt. Sonst – ich jedenfalls hatte was zu lachen, wenn wir an solchen Wassertanks an den Highways Richtung Westen vorbei fuhren.

Ein anderes Jahr

Auf den Tag vor einem Jahr begann für mich der Corona-Ernst. Nein, die Krankheit selbst habe ich bislang – und zum Glück – nicht bekommen. Aber seit einem Jahr segele ich auf unbekannter See – wie viele nicht nur in Berlin oder Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Ich habe zwar, um im Bild zu […]

Der Sommer im Winter

Berliner/innen kennen das mittlerweile schon: Plötzlich gibt es im Februar drei, vier Tage, an denen T-Schirt und Turnschuhe als Bekleidung reichen, zumindest mittags in der Sonne. Lachen oder Weinen? Ich bin pragmatisch, freue mich über warme Temperaturen und werde mein Mittagessen als Picknick auf dem Tempelhofer Feld verspeisen…

In den Himmel schauen

ist wahrscheinlich ein universeller Trost – obwohl… Wer im Dschungel lebt, sieht wahrscheinlich kaum was vom meist windigen Geschehen weiter oben. Cerulian – so heißt die Himmelsfarbe auf englisch – schon das Wort klingt wie eine exquisite Praline – meinetwegen auch Pastete (für die, die nicht so gerne Süßes essen…). Dabei gibt es natürlich nicht […]