Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Ersatz?

Die Kreuzberger/innen wissen sich zu helfen: Wenn die Singvögel wegbleiben, malen sie sich halt welche (eine Punk-Amsel zum Beispiel). Aber ob das wirklich reicht???

3,17881*10(hoch 15) km

sind streckenmäßig so gigantisch weit weg wie der Geburtstag von Johann Sebastian Bach vor genau 336 Erdenjahren. Natürlich weiß ich, dass Bach im 17. Jahrhundert geboren wurde, aber die konkrete Zahl hat mich heute Morgen dann doch umgehauen. Dabei ist mir Bachs Musik so gegenwärtig wie – sagen wir – Mr. Spocks hochgezogene Augenbraue. Aber […]

Abenteuer Einsamkeit

Die beiden Orte, an denen ich mich in meinem Leben zutiefst einsam gefühlt habe, sind Brühl und New York. Ja, westdeutsche Provinz und USamerikanische Ostküsten-Welt-Metropole. Haha. Im kleinen rheinischen Brühl bin ich geboren, um schon im Kinderzimmer zu wissen, dass ich da nicht hingehöre. Warum kann ich bis heute nicht sagen. Mittlerweile fahre ich gerne […]

Und wenn ich mir

zu viele Sorgen mache, denke ich an den Fuxi im Park nebenan: Zusammenrollen und erst mal schlafen… Davon gehen die Probleme zwar nicht weg, aber manchmal sind sie nach dem Aufwachen schon etwas kleiner.

Konsequent leben

Seit einigen Wochen schon bewegt mich die Frage nach meiner „Rest-Zeit“ – nach dem kürzeren Abschnitt, der nach der Hälfte des Lebens anbricht. Und wie ich – überhaupt ein Mensch im 21. Jahrhundert, eine Bewohnerin Europas, eine weiße alte Frau – diese Zeit, ja was? Nutzt? Erlebt? Vertrödelt? Konsequent klingt gut in meinen Ohren, aber […]

Fata Morgana?

Nein, das ist kein Foto aus einem Urlaubsprospekt. Das war das Erste, was ich heute sah, als ich nach Feierabend aus dem Büro kam… – Manchmal ist selbst der Alltag filmreif. Wie gerne wäre ich einfach eingestiegen und davongebraust…

Erster Apriltag des Jahres

Das war eine große Sause, heute Nachmittag in Kreuzberg, als ein riesiger Regenschauer vom Himmel toste. In der Markthalle war es so laut, dass kaum jemand zu sprechen wagte. Ich würde hier gerne das Foto einer Kreuzberger Familie einstellen, die staunend aus der Markthalle in die Fluten schaut, aber das gelingt mir gerade nicht. Auch […]