Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Melancholischer Herbst

wie mittlerweile jedes Jahr. Die Farben und Düfte explodieren, die Sinne sind wieder wach (nach den Hitzetagen des Sommers), die Tage haben etwas mildes, dösiges, wäre da nicht dieser kalte Luftzug, gelegentlich, ich würde fast denken, es sei das Paradies. – Es ist fast so, kaum erreiche ich das Schönste im Leben, ist es auch […]

Hello back…

Wer vom Schreiben lebt, schreibt sich auch schon mal vor die Wand. Die letzten Wochen waren ein ziemlicher Marathon, abends hatte ich das Gefühl, kein Buchstabe ist noch für die Klunker. übrig. Was schade war, denn ich bin gerne hier. Einfach auch, um zu schauen, wie es Euch geht, was Ihr erlebt, macht, von was […]

Und wer erkennt,

wo ich letztes Wochenende war, um nach der documenta 15 dann doch nochmal Kunst zu sehen? Achtung Spoiler: Das Foto zeigt keine Kunst. Gibt aber einen Hinweis…

Das geht noch weiter

Denn mir scheint, mit dem Nicht-Denken-Können hat es mehr auf sich, als müdes Lamento. Ich würde sagen, ich habe bislang Verstehen gelernt. Nicht denken. Vielleicht sind mir die Gelegenheiten nicht aufgefallen, die Türen, durch die es zum Denken ging. Aber ich vermute, Verstehen hat die meiste Zeit gereicht. Um irgendwie durch- bzw. ein Stück weiter […]

Dämonenfänger

Heute ist Goethes Geburtstag. Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Mein Herz ist leer. Ich weiß es nicht. Ich kann einfach nicht komplex denken. Ich kann eigentlich gar nicht denken. Wo wäre das noch zu lernen? Überhaupt?

Einsamkeit und Liebe

Wann begreife und akzeptiere ich, dass diese beiden Begriffe zusammengehören wie die beiden Seiten einer Medaille? Partnerschaften sind das Eine. Und eine höchste Kunst. Liebe gehört in Partnerschaften. Liebe teilen auch. Aber. Am Ende bleibe ich damit alleine. Partnerschaft braucht Kommunikation, Offenheit in guten wie in schlechten Zeiten. Meine Liebe jedoch steht außerhalb der Zeit. […]

„Im August fallen die Sterne“

Diese Gedichtzeile von Sarah Kirsch bringt meine August-Stimmung auf den Punkt. Denn jetzt ist der Sommer da in seiner ganzen Pracht, er neigt sich aber auch schon wieder, die Nächte werden länger. Die Sterne fallen und damit wird ein Ende eingeleitet: der melancholische Teil des Jahres beginnt für mich immer schon jetzt, nicht erst im […]

Löcher der Erinnerung

Ich war letztes Wochenende in meiner Heimatstadt. Wie schon das Mal davor, ist ein Faden gerissen. Klar, ich kenne die Stadt nach wie vor, fühle mich sogar auf eine Art und Weise dort immer noch zu Hause. Aber die Selbstverständlichkeit, dort zu sein, die sich über Jahrzehnte noch erhalten hatte, ist futsch. Dieses Mal gab […]