„Im August fallen die Sterne“

Diese Gedichtzeile von Sarah Kirsch bringt meine August-Stimmung auf den Punkt. Denn jetzt ist der Sommer da in seiner ganzen Pracht, er neigt sich aber auch schon wieder, die Nächte werden länger. Die Sterne fallen und damit wird ein Ende eingeleitet: der melancholische Teil des Jahres beginnt für mich immer schon jetzt, nicht erst im milder werdenden Licht von September und Oktober. Gleichzeitig ist es eine Hochzeit. Sterntaler, Sterntaler! Wer klug ist, breitet jetzt seine Schürze aus. Und geht abends noch einmal aus: die milden Sommernächte sind bald schon wieder vorbei.

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Wer die Welt erkennen will, muss ganz genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingesehen. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit (auch nicht das Telefonieren, obwohl es oft genug so scheint). Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comment 1

  1. Verwandlerin 10. August 2022

    Ein wunderschöner Text, liebe Stephanie! Der chinesische Kalender spricht hier von der „Dojo“-Zeit, aus Rosen werden ja auch Hagebutten und die Blätter fallen teilweise schon und es wird wieder ein bisschen früher dunkel. Ich bin in meiner Lebensphase auch im August: noch voller Kraft, aber ich merke den Herbst schon…

    Gefällt 2 Personen

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