Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Das Meer

Das Meer stand den Menschen schon immer vor Augen. Dennoch wissen wir bis heute relativ wenig über die Ozeane. Wenn ich überlege, dass ich schon auf der Welt war, als man das erste Mal die Erde vom All aus sehen konnte und damit auch zum ersten Mal wirklich sah, wie viel – nämlich 71 % […]

Kleine Fluchten

Für mich war es heute Nachmittag ein Kaffee im Café am Wegesrand,  ziemlich genau zwischen Hin- und Rückfahrt. Ein sonniges Plätzchen, Frauen mit Kuchen, Männer mit Bieren. Als ich schon gezahlt hatte, setzte sich ein älterer Mann an den Tisch nebenan. Er zählte das Kleingeld aus seinem Portemonnaie und bestellte dann. Als ich gerade aufstand, […]

Ratgeberliteratur – ?

Auch so eine Gretchenfrage. Ich habe immer wieder Anläufe gemacht, schließlich gibt es viele Probleme – warum nicht mal gezielt dazu lesen? Aber dann verliere ich mich oft in den Ratschlägen. Ich werde papierdünn, weil es mir so vorkommt, nur noch ein einziges Problem zu sein. Dennoch gibt es Themen, über die ich immer wieder […]

U wie Umweg

„Umweg bezeichnet eine Abweichung vom kürzesten Weg bei der der Grund für die Abweichung nicht ausschließlich privat ist. Dies kann beispielsweise die Mitnahme eines Kollegen sein.“ – So ist es im Arbeitsrecht notiert, ich nehme nicht dauernd Kollegen mit, wenn ich mich auf Umwegen befinde, aber – ich weiß nicht so recht. Wozu Umwege? Spaziergänge, […]

Migräne (III)

Starke Schmerzen sind auch deshalb so unerträglich, weil sie alle Sinneseindrücke und damit jedes Verbundensein mit der Außenwelt kappen. Der Schmerz scheint sich wie ein schwerer Stein auf einen zu rollen, jede Flucht ist undenkbar. Seit ich fünf bin, habe ich Migräne. Und bis heute sind diese Schmerzen für mich eine Herausforderung. Wenn ich Glück […]

Zusammenkommen!

„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm dahinfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren…“ Mal davon abgesehen, dass die Bibel – hier ein Text aus der Apostelgeschichte – mit den besten ersten Sätzen aufwarten kann, eigentlich egal, […]

Verwackelt

Passiert zum Beispiel, wenn ich zu ehrgeizig bin. Oder wenn ich halbherzig etwas fertig mache, von dem ich schon ahne, dass es nicht so brillant wird, wie ich dachte. Oder wenn plötzlich das Klo fehlt, wie heute und gleich noch das Wasser dazu. War ein nahezu komplett verwackelter Tag. Aber jetzt ist Feierabend. Und morgen […]

Miteinander reden

Nein, nicht verrückt machen lassen von SMS oder E-Mails. Anrufen, reden. Das ist meine Erfahrung und heute einmal mehr, denn in der Schrift, vor allem in schnell geschriebener steckt Missverständnis. So bekam ich eben eine Mail mit einer Absage. Es sei zu wenig Zeit aus den und den veränderten Gründen und so fort. Ja, toll. […]

Das Leben genießen

Jedes Jahr, wenn das Wetter sich dem Sommer zuneigt, fällt es mir wieder ein: Ich kann mein Leben ja auch genießen – ? – ! Ja. Wenn es draussen warm genug ist, ohne Mantel und ohne Söckchen rumzulaufen, wenn der Himmel sein schönstes Blau trägt und die Blumen sich gegenseitig im Aufblühen überholen, geht mir […]