Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

My home is my castle

Und jede noch so kleine Mietwohnung ein Palast, wenn ich meine Wohnung als Ort größter persönlicher Freiheit wahrnehme. Ja, hier kann ich sein, wer ich bin – oder wer ich sein will, solange ich nicht Lagerfeuerchen mache oder ohrenbetäubenden Lärm. Komische Haustiere sollten auch nicht sein, aber dann schon sind alle Grenzen weit offen und […]

Das Leben der vielen in den Blick nehmen

Doch, ja, ich gebe es zu: als ich diesen Blumenständer sah, musste ich laut lachen. Form follows function, der Schlachtruf moderner Architekt/innen schoss mir durch den Kopf und machte alles nur noch lustiger. Gesehen habe ich ihn letzte Woche bei meinem Ausflug nach Celle, er steht in einem Haus nahe am Französischen Garten, das Otto Haesler 1930/31 […]

Tun, was man sonst nicht tut

Die Zeit zwischen den Jahren hat ihren ganz eigenen Rhythmus. Manchmal ist es, als würden die Uhren ganz stehen bleiben, manchmal läuft die Zeit sogar zurück. Vielleicht, weil die Erinnerungen emporsteigen, wer viel vor Kerzen sitzt, mag irgendwelche genetisch eingespeicherten Lagerfeuervergangenheiten aktivieren und ins weiträumige Sinnieren geraten. Was war, gut oder nicht so gut, was […]

Trauer als Maß für Freiheit

„Skeleton Tree“, die aktuelle CD von Nick Cave, begleitet mich seit ihrem Erscheinen. Ein dunkles Werk, das Cave nach dem Tod seines Sohnes aufgenommen hat. Seit der Debatte um den diesjährigen Nobelpreis für Literatur an Bob Dylan beschäftigt mich die Frage nach der literarischen Dimension von Songs/Songtexten. Nein. Es geht hier nicht darum, Cave für […]

Runterfahren

Kurz vor Weihnachten treibt mich einmal mehr die Frage um, was wirklich nötig ist. Nötig noch vor wichtig. Was brauche ich, um ein gutes Leben zu führen? Sicherheit? Wirklich? Oder ist das nicht der größte Irrtum? Bücher? Bunte Kleider? Wein? Kaffee? Verbrauche ich zu viel Energie (nicht die eigene)? Treibe ich mit mir zu viel […]

Kapriolen schlagen

wo andere aus der Kurve fliegen. Jetzt noch schnell die Dinge machen, die man sich für 2016 vorgenommen hat: wann, wenn nicht jetzt? Die Klunker machen über den 4. Advent ein paar Tage Pause, weil – mehr Advent gibt es dieses Jahr nicht mehr. Allen schon jetzt ein schönes Wochenende!

Sensation in der Pflanzenwelt?

Nein, ich kann es natürlich nicht belegen. Aber für mich sieht es doch ganz so aus, als würde der Baum weiter hinten einen Schwächeanfall erleiden: Wahrscheinlich wegen der zahlreichen Weihnachtsmänner, die da aus dem Boden steigen – ?